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Management

Willkommen, Bienvenue, Welcome ...

Firmen-Events können wichtige Kundenmagnete sein – wenn sie den Nerv der Zielgruppe treffen. Entscheidender als ein großes Budget sind pfiffige Ideen.

von Astrid Funck

Was zählt, ist der passgenaue Zuschnitt
Erfolgsentscheidend sei, sich zunächst zu fragen, wen genau man ansprechen möchte und wofür sich diese Kundengruppe interessiert, erklärt Karin Schrader, Inhaberin der PR-Agentur Lammy amp; Partner in Celle. Das könne zum Beispiel eine Go-Kart-Rallye sein, wenn Familien mit Kindern die Zielgruppe sind.

Christina Jürgens, Marketingberater der Handwerkskammer Lüneburg-Stade, weiß von einem auf handgefertigte Einbauküchen spezialisierten Tischler zu berichten, der einen Kochabend für Männer veranstaltet hat, um sie für seine Küchen zu begeistern.

Anlässe sind leicht zu finden
Firmen-Events können außerdem auf ein bestimmtes Thema bezogen sein #150; wie die Italien-Woche beim Bäcker #150; oder an Feiertage und Volksfeste anknüpfen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Ein Kunde von Karin Schrader hat sogar eine Vernissage mit Graffiti-Künstlern organisiert. Sie war als Spendenaktion gedacht, das heißt die Erlöse aus der Bilderversteigerung und dem Getränkeverkauf kamen einem Krebsforschungsprojekt zugute.

Die Kontaktpflege zahlt sich aus
Schrader bietet Unternehmern ihre Dienste bei Planung, Durchführung und Nachbereitung von Events an. #132;Die Veranstaltungen sind ein guter Aufhänger für Verkaufsgespräche #147;, sagt die PR-Fachfrau.

Highlights für Kunden
Es muss nicht ein Tag der offenen Tür sein: Event-Ideen für jeden Anlass.

  • Events mit Breitenwirkung: Ob es nun die wilde Party mit DJ, der Frühschoppen im Bierzelt oder das Straßenfest mit Live-Musik und Performance-Künstlern ist: Mit gut geplanten Veranstaltungen können Firmen in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen.
  • Produktpräsentationen: Auch die Präsentation eines Produktes oder einer Dienstleistung kann in ein Event eingebettet sein: SHK-Betriebe stellen auf einer #132;Beachparty #147; ihre Solardächer vor, und Frisöre veranstalten eine Abendkleider-Modenschau mit Hochsteckfrisuren.
  • Seminare und Vortragsreihen: Wer für seine Kunden Vorträge oder Seminare zu Themen wie Solarenergie oder Küchentrends organisiert, kann sich dabei als fachlich kompetenter Betrieb präsentieren und auf die Leistungen des Unternehmens hinweisen.
  • Kunden-Stammtische: Ein bewährtes Mittel zur Kontaktpflege und Bildung einer Community sind Stammtische, die das Unternehmen für seine Kunden organisiert. Der Unternehmer hat so immer das #132;Ohr am Kunden #147;.
  • Hausmessen mit Partnern: Aufbauend auf dem Prinzip des #132;Tags der offenen Tür #147; sind bei einer Hausmesse auch die Lieferanten oder Kooperationspartner des Handwerksbetriebes vertreten. Solche Veranstaltungen sind zwar aufwändiger, ziehen dafür aber ein größeres Publikum an.
Volle Terminbücher:Wie zwei Salons eine von einer Mega-Party profitieren, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Dem Frisörduo Carsten Gehse und Nadine Perschon war schon etwas mulmig zumute, bevor im Mai 2006 die große Party stieg. Die beiden sind Inhaber des Salons Head Spa in Scheeßel.

Gemeinsam mit ihrem Rotenburger Innungskollegen Ralf Wesseloh hatten sie monatelang auf diesen Abend hingearbeitet: Eine Party mit House-Musik für Leute ab 25 aufwärts, die gerne tanzen und funkige Hairstylings mögen.

Zu ihren Partnern gehörten ein DJ, der sich zugleich um Catering und Lichtanlage kümmerte, eine Musikschule, ein Kosmetik-Studio und ein Autohaus, das die passenden Räumlichkeiten bereitstellte.

Gemeinsam lässt sich mehr bewegen 
Statt der ursprünglich erwarteten 200 Gäste kamen 600 zur #132;Cut #146;n dance #147;-Party.

Auf der Bühne, die in die Tanzfläche hineinragte, konnten sie verfolgen, wie die Frisöre ihre Models stylten.

Auf einer Groß-Leinwand waren Bilder aus den Salons zu sehen, und die Show-Blöcke leiteten zwei Gogo-Girls ein. Die Stimmung war Gehse zufolge gut, auch unter den Veranstaltern. #132;

Ich halte dieses partnerschaftliche Auftreten für einen löblichen Ansatz, weil sich dadurch Aufwand und Kosten für den Einzelnen erheblich senken lassen #147;, sagt dazu Christian Jürgens, Marketingberater der Handwerkskammer Lüneburg-Stade.

Volle Terminkalender nach der Party
Bei Frisörmeister Carsten Gehse kamen die Kunden nach der Party ganz von selbst: „Unsere Terminbücher waren voll, im Damensalon gab es Wartezeiten von bis zu drei Monaten."

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