Der Bundesregierung zufolge gab es 2018 insgesamt 3754 baurelevante Normen.
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DIN-Normen

602 Baunormen mehr als vor 10 Jahren

Normen schaffen einheitliche technische Standards. Das kann das Leben deutlich vereinfachen. Doch auf dem Bau sind immer mehr Normen zu beachten.

2018 gab es in Deutschland insgesamt 3.754 baurelevante Normen. Das sind 602 mehr als noch 2008, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zum Thema hervorgeht. Demnach ist ein Großteil der neuen Normen europäischen Ursprungs, denn in den letzten zehn Jahren wurden allein 572 europäische Normen ins deutsche Normenwerk übernommen.

Im gleichen Zeitraum sind auch die Baukosten gestiegen. Laut Kostenindex lagen die Kosten für Wohngebäude im Jahr 2008 bei 89,5 Punkten. Bis 2017 kletterten sie auf einen Indexwert von 104,5.

Vor diesem Hintergrund wollte die FDP von der Bundesregierung auch wissen, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Baukosten und der DIN-Normen gibt. Die Antwort: „Standards und Normen können ebenso wie gesetzliche Regelungen auch, im Baubereich zu Kostenfolgen führen.“ Allerdings gäbe es eine größere Zahl von Ursachen für steigende Baukosten.

Zu den Preistreibern gehören nach Einschätzung der Bundesregierung die stark steigenden Grunderwerbskosten sowie die steigenden Anforderungen des Gesetzgebers. Einen weiteren Grund für die Steigerung der Baukosten sieht sie in der starken Baukonjunktur, die zu einer Knappheit von Handwerker- und Bauleistungen geführt habe.

Was sagen Sie zur Entwicklung der Baunormen? Sind es zu viele oder sind die Normen allesamt erforderlich? Schreiben Sie uns an redaktion@handwerk.com oder kommentieren Sie hier!

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