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CeBit 2006

Alles geht – Zukunft entdecken

Konvergenz, das Zusammenwachsen der verschiedenen EDV-Systeme, ist das Schlüsselwort der Cebit 2006. Welche Aspekte der Messe für Unternehmer besonders interessant sind, haben wir für Sie zusammengestellt.

Konvergenz, das Zusammenwachsen der verschiedenen EDV-Systeme, ist das Schlüsselwort der Cebit 2006. Welche Aspekte der Messe für Unternehmer besonders interessant sind, haben wir für Sie zusammengestellt.

von Torsten Hamacher

Welchen Stellenwert hat die Cebit? Die Antwort auf diese Frage spaltet die Fachwelt. Die Nachrichtenagenturen berichten im Wechsel über große Konzerne, die der Cebit den Rücken zukehren oder nach einer Abstinenz im vergangenen Jahr nach Hannover zurückkehren. Dem Mittelstand können die Querelen im Vorfeld der weltgrößten Computermesse egal sein. Die Betriebe freuen sich darüber, dass sich die Aussteller zunehmend dem Mittelstand zuwenden.

Ein interessantes Thema dürfte das weitere Zusammenwachsen von Funk- und Festnetz im Bereich der Telekommunikation sein. So präsentieren unter anderem die Telekom und Vodafone Telefonanlagen, die daheim oder im Betrieb über den Festnetzanschluss funktionieren und unterwegs automatisch ins Mobilfunknetz wechseln. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ständige Erreichbarkeit und besser überschaubare Kosten. (Hallen 12+13, Freigelände)

Zudem wird die Daten-Kommunikation schneller: Sowohl der mobile Übertragungsstandard UMTS wird nach Aussagen der Anbieter deutlich an Geschwindigkeit zulegen. Als auch der drahtgebundene DSL-Standard: 50 Megabit je Sekunde sollen möglich werden. Damit eröffnen sich nach Ansicht von Experten vollkommen neue Möglichkeiten im Internet. Softwarespezialist SAP beispielsweise setzt zunehmend auf Anwendungen im Internet. Der Kunde braucht also kein Programm mehr auf seiner eigenen EDV-Anlage zu installieren, sondern wählt sich über das Netz in das entsprechende Angebot ein.

Die Telekom hat dagegen auch den unterhaltenden Faktor der schnellen Datenwege im Fokus: Spielfilme, die unmittelbar nach dem Kinostart über online-Filmbibliotheken abrufbar sind, oder gar die Fußballweltmeisterschaft, die im neuen, hochauflösenden Fernsehstandard HDTV online erlebbar wird. Überhaupt zieht die Computertechnik nun endgültig ins heimische Wohnzimmer ein, meinen Experten. Keine Angst: die Rede ist nicht von den hässlichen Blechdosen, die die meisten beim Stichwort Computer vor Augen haben, sondern schmucke kleine Geräte, die einem Video- oder DVD-Rekorder nicht unähnlich sind. Sie ermöglichen digitales Fernsehen, die Verwaltung von Bildern, Texten und natürlich auch jegliche Internetanwendung. Technische Basis dafür liefert Chip-Hersteller Intel mit dem Viiv. Dieser Prozessor soll die Brücke zwischen Arbeitswelt und Unterhaltungsmedien schließen. (Halle 2)

Weitere Schwerpunkte:

Ein großes Thema wird auch die RFID-Funktechnologie sein. Unter diesem Schlagwort verbergen sich beispielsweise Funketiketten, die Waren markieren können und so befürchten Datenschützer auch interessante Informationen über das Nutzungsverhalten potenzieller Kunden geben könnten. (Halle 6)

Zwei Herzen: So genannte Dual-Core-Prozessoren werden schon in diesem Jahr in rund 85 Prozent aller neuverkauften Computer verbaut sein. Diese neuen Prozessortypen werden quasi aus zwei Chips zusammengesetzt. Parallele Prozesse wie beispielsweise das Erfassen neuer Aufträge während im Hintergrund der Virenscanner seine Arbeit tut, wirken sich dank des Doppelherzes nicht mehr bremsend auf die Leistung des Rechners aus. Haken an der Sache: Noch nicht jede Software unterstützt die Doppelprozessortechnik.

Datensicherung: Neben Massenspeichern wie DVD und Backup-PCs gewinnt dank der schnelleren Übertragungsraten ins Internet zunehmend auch die Datensicherung im World Wide Web an Bedeutung. Dienstleister bieten gesicherten Webspace an, in dem Unternehmen auch sensible Daten lagern können. Der Clou: Auch von Unterwegs oder daheim können Sie via Internetzugang auf Ihre Geschäftsdaten zugreifen.

Internet-Telefonie: Das Telefonieren über das Netz wird zunehmend zu einer ernstzunehmenden Alternative zu Mobiltelefon und Festnetzanschluss. Auch für Unternehmer kann sich der Blick auf die immer vielseitigeren VoIP-Angebote der namhaften Anbieter lohnen. Auf der Cebit rechnen Experten damit, dass die Internettelefonie auf dem Mobiltelefon ihren Durchbruch erleben könnte. Universalgeräte ermöglichen dabei Telefonate via Festnetz, Mobilfunknetz oder Internet. Gerade im geschäftlichen Einsatz interessant: Zusatznutzen wie Videotelefonie.

Tastatur mit Telefon: Eine Weltneuheit auf dem Telefonsektor erwartet die Besucher bei der A4 Tech Co. Ltd.: Der Aussteller präsentiert eine Voice-over-IP-Tastatur mit integriertem Telefon und Audio-Anschluss für Kopfhörer. Das Keyboard bietet nach Angaben des Herstellers eine verbesserte Klangqualität bei den gängigsten Anbietern. Net2phon wird durch eine digitale Soundkarte unterstützt. Mit einem Schalter kann der Anwender zwischen der Audio- und der Telefonfunktion hin- und herschalten. Vorhanden sind zudem eine Lautsprecheinrichtung und Lautstärkeregler sowie ein USB-Anschluss. Die Tastatur verfügt über acht Office-Tasten und fünf Multimedia-Schnelltasten. Das Talky Keyboard KIP-15 soll im zweiten Quartal auf den Markt kommen. Link: www.a4tech.de

Box schafft Sicherheit: Eine neue wirkungsvolle Waffe im Kampf gegen Hacker und Viren versprechen die Anbieter so genannter UTM-Geräte. UTM steht für Unified Threat Management. Dabei handelt es sich um kompakte Geräte, die alle IT-Ein- und Ausgänge im Unternehmen überwachen. Neben der Abwehr schädlicher Inhalte können die Anlagen auch dazu genutzt werden, die private Internetnutzung im Betrieb zu verhindern oder aber externen Mitarbeitern über VPN-Anbindungen den Zugang zum Betrieb zu ermöglichen. Klingt klasse? Ist aber in den meisten Fällen nicht ganz einfach in der Handhabung. Wenn die Technik allerdings sauber installiert ist, versprechen die Anbieter einen sehr wirkungsvollen Schutz.

Es geht auch mini: Sie haben auch noch einen riesigen grauen Kasten von einem Computer unter dem Schreibtisch stehen? Wer es platzsparender und optisch ansprechender mag, kann auf der Cebit so genannte Barebone-PCs erleben. Die Mini-PCs sind zum Teil gerade mal so groß wie drei übereinandergestapelte CD-Hüllen und bieten dennoch genug Leistung, um es mit ihren großen Brüdern aufnehmen zu können. Bei leistungsfähigeren Typen ist zuweilen die Lüftung noch recht laut und auch das VGA-Signal könnte bei einigen Geräten stärker sein. Im Großen und Ganzen sind die kleinen Kästen aber längst ihren Kinderschuhen entwachsen und stellen interessante Alternativen auf kleinstem Raum dar.

Internet aus dem TV-Kabel: Lange war es ruhig geworden, um die Nutzung des TV-Kabels fürs Internet. Nun scheint Bewegung in das Thema zu kommen. Immer mehr Kabelgesellschaften haben ihre Netze weiterentwickelt. Damit könnte nun zunehmend Konkurrenz zum Breitbandnetz DSL entstehen. Preislich bewegen sich die Angebote unter dem DSL-Niveau. Kabel Deutschland beispielsweise bietet eine Flatrate schon ab 30 Euro monatlich an.

Fünf mal besser Fernsehen: High-Definition Television (kurz HDTV) macht es möglich der neue Fernsehstandard bringt bis zu fünf mal höhere Bildauflösung via Kabel oder Satellit ins Wohnzimmer. Zudem kommt das neue Luxusfernsehen mit einem wesentlich verbesserten Klangerlebnis daher. Voraussetzung: neue Geräte, die das HD ready-Siegel tragen. Experten rechnen vor allem zur Fußballweltmeisterschaft mit einem Durchbruch der Technik.

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