Ecken und Kanten sind das Haupt-Arbeitsfeld des Deos 663 CV.
Foto: Thomas Vahle

Delta-Schleifer

Mirka Deos 663 CV im Praxistest

Mirkas Delta-Schleifer Deos 663 CV soll mit geringem Gewicht und wenig Vibrationen punkten. Wir haben das Werkzeug Praktikern in die Hand gegeben.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick

  • Klein, stark, schwarz und gelb: Der Delta-Schleifer Deos 663 CV im Test bei der Firma Krüger in Alfeld. Die Tischlerei ist auf Küchen und Möbel spezialisiert und hat daher einen besonderen Blick für perfekte Oberflächen.
  • Leistung per Fingertipp: Der Deos hat einen klassischen An- und Ausschalter. Die Drehzahl des Delta-Schleifers wird über einen Tastschalter gesteuert. Je nachdem wie stark der gedrückt wird, ändert sich die Drehzahl.
  • Leichtgewicht: Gerade mal 970 Gramm bringt das Werkzeug auf die Waage. Tester Michael Karte lobt zudem, dass der Deos gut in der Hand liegt und durch seine flache Bauweise wenig kippanfällig ist.
  • Sauberes Ergebnis: Zusätzliche Features wie die optionale App-Steuerung runden das knapp 450 Euro (zzgl. MwSt.) teure Paket ab. Für die Praxis sind die aber nicht so entscheidend wie das Schleifergebnis, befindet Tester Karte. Und das weiß dem Profi zu gefallen.

Einige Stunden hat er schon auf dem Buckel: In der Tischlerei Krüger im niedersächsischen Alfeld gibt es immer genug zu tun – und so haben die Mitarbeiter dort den neuen Delta-Schleifer Deos 663 CV des finnischen Herstellers Mirka, den sie für uns getestet haben, nicht geschont. „Wir bauen in erster Linie Küchen und Möbel, deswegen ist eine perfekte Oberfläche für uns sehr wichtig“, sagt Geselle Michael Karte, der seit beinahe 30 Jahren bei Krüger arbeitet.

Drehzahlregulierung per Tastschalter

Am häufigsten hatte sein Kollege Florian Gsell das netzgebundene Gerät im Einsatz, über mehrere Wochen beinahe täglich. „In erster Linie habe ich damit Füllungen geschliffen, dafür ist der Deos durch seine Form eben am besten geeignet.“ Nun sind an einem Schleifer nicht unbedingt bahnbrechende Innovationen zu erwarten, weil sich am Grundprinzip nichts ändert. Aber die Maschine lässt sich in Details doch immer wieder noch verbessern, wie Gsell festgestellt hat. „Zum einen liegt das Gerät super in der Hand und die Drehzahlregulierung über den Tastschalter gefällt mir sehr gut“, sagt er. Der Deos hat zwar einen klassischen An-Aus-Schalter, seine Arbeit nimmt er aber erst auf, wenn der Daumen oder die ganze Hand den Tastschalter betätigt. Je nach persönlichem Feingefühl lässt sich damit die Drehzahl sehr fein regeln und über die Vorauswahl über den Plus-Minus-Schalter vorab auf ein Maximum festlegen. Die „3.0“ auf dem Tastschalter gibt übrigens einen Hinweis auf den Hub: drei Millimeter.

Vibrationsarmes Leichtgewicht

Dass der Deos 663 CV Delta gut in der Hand liegt, verwundert nicht: Der gummierte Griff sorgt für sicheren Halt und überträgt wenig Vibrationen. Zudem haben die Entwickler bei Mirka ihrer neuen Maschine gleich ab Werk eine Schlankheitskur verordnet: Gerade einmal 970 Gramm bringt sie auf die Waage. Der Schleifteller ist übrigens 100 mal 152 mal 152 Millimeter groß, in der Höhe misst das Gerät 100 Millimeter. „Weil der Deos so flach ist, liegt er nicht nur gut in der Hand, sondern er kippelt auch nicht so schnell wie höhere Maschinen. Dadurch lässt er sich gut führen und das kommt dem Schleifbild zugute“, erklärt Gsell. Bei Überlastung oder zu hohem Druck soll im Display übrigens ein rotes Lämpchen aufleuchten. „Das habe ich aber noch nicht geschafft“, sagt er.

Das alles sind Vorteile, die auch Karte zu schätzen weiß: „Früher waren Schleifer oft groß, klobig und schwer“, weiß er aus den ersten Jahren seines Tischlerlebens zu berichten. Das sind schlechte Eigenschaften, die seit der flächendeckenden Verbreitung von bürstenlosen Motoren der Vergangenheit angehören. Um es knapp auf den Punkt zu bringen: wartungsarm, weniger Gewicht, mehr Leistung. Einen solchen Motor hat Mirka seinem Deos natürlich auch spendiert. Das ist selbstverständlich und gehört heute zum guten Ton.

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