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Digitalisierung + IT

Neue Betrugswelle falscher Microsoft-Mitarbeiter

Dieser Betrug hat Hochkonjunktur: Allein im November warnten über 20 Polizeipräsidien vor falschen Microsoft-Mitarbeitern. Die Täter nutzen zwei Maschen.

Ihre Waffe sind Computer und Telefon. Ihr Ziel: Fernzugriff auf die PCs ihrer Opfer und hunderte Euro Service-Gebühr. Aktuell treiben viele Betrüger als angebliche Microsoft-Mitarbeiter ihr Unwesen, meldet die Polizei.

Die Täter nutzen zwei Betrugsmaschen:

  • Die Kaltakquise: Der Kriminelle ruft wahllos jemanden an, gibt sich als Microsoft-Mitarbeiter aus und überzeugt das Opfer davon, dessen Computer wäre von einem Virus befallen.
  • Die Phishing-Falle: Das Opfer surft im Internet, bis plötzlich ein Fenster mit einer Viruswarnung auftaucht, das sich zum Teil nicht ohne Weiteres schließen lässt. Der Nutzer wird aufgefordert, die angegebene Rufnummer zum angeblichen Support von Microsoft anzurufen.

Betrug ist es in jedem Fall. Der Softwareriese stellt klar: „Microsoft […] führt keine unerwünschten Anrufe durch, um persönliche oder finanzielle Informationen anzufordern oder Fehler auf Ihrem Computer zu beheben.“

Hat ein Betrüger Telefonkontakt zu seinem Opfer hergestellt, versucht er ihn meist zu überreden ein legales Fernwartungsprogramm wie „Teamviewer“ auf dem Computer zu installierten. So bekommt der Kriminelle Zugriff auf den PC und kann ihn zum Beispiel mit Viren infizieren. Für diesen „Service“ werden oft mehrere hundert Euro Gebühr verlangt.

Laut Microsoft-Erhebung habe in 12 Monaten jeder zweite Deutsche Erfahrung mit der Betrugsmasche gemacht, berichtet das IT-Newsportal Zdnet. Opfer können den betrügerischen Support bei Microsoft melden. Das helfe bei Ermittlungen. (red)

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