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Urteil

Vorsteuer für Bewirtungskosten

Verletzt ein Handwerker bei der Verbuchung von Bewirtungskosten seine Aufzeichnungspflichten, bedeutet das nicht automatisch den Verlust des Vorsteuerabzugs.

Verletzt ein Handwerker bei der Verbuchung von Bewirtungskosten seine Aufzeichnungspflichten, bedeutet das nicht automatisch den Verlust des Vorsteuerabzugs.

Jeder Unternehmer muss Aufwendungen für die Bewirtung von Geschäftspartnern getrennt von seinen übrigen Betriebsausgaben aufbewahren und aufzeichnen (§ 4 Abs. 7 EStG). Kommt man dieser Verpflichtung nicht nach, kann das Finanzamt den Betriebsausgabenabzug verweigern. Häufig fordert das Finanzamt zusätzlich die Umsatzsteuer für diese Ausgaben zurück.

Dagegen lohnt sich Gegenwehr, denn der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass das entsprechende, bis März 1999 geltende Gesetz gegen EU-Recht verstoße (BFH, V R 49/02). Betroffene Handwerker können mit diesem Urteil gegen alle noch nicht bestandkräftigen Steuerbescheide bis 1999 vorgehen.

Das Urteil macht auch Hoffung für die Zeit seit April 1999. Der damals eingeführte Paragraf 15 Abs. 1a UStG sieht für nicht abzugsfähige Bewirtungskosten die Kürzung der Vorsteuer vor. Gegen diese Vorschrift läuft zur Zeit ein Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof, das angesichts dieses aktuellen Urteils ebenfalls zu Gunsten der Unternehmer ausgehen dürfte (Aktenzeichen der Revision vor dem BFH: V R 76/03).

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Spesen

Voller Vorsteuerabzug für Bewirtungskosten?

Bewirtungskosten dürfen Selbstständige zwar von der Steuer absetzen, jedoch nicht die volle Umsatzsteuer im Rahmen des Vorsteuerabzugs. Über die Rechtmäßigkeit dieser Steuerpraxis entscheidet jetzt der Bundesfinanzhof. Betroffene sollten daher gegen negative Umsatzsteuer-Bescheide vorsorglich Einspruch einlegen.

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Steuern

Voller Vorsteuerabzug für Bewirtungskosten

Die Kürzung der Vorsteuer bei Bewirtungskosten ist vom Tisch. Unternehmer können sich die Abgaben auch rückwirkend voll erstatten lassen, wenn der Steuerbescheid noch änderbar ist.

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Der feine Unterschied zwischen Rechnung und Beleg

So setzen Sie Bewirtungskosten richtig ab!

Dürfen Sie Ihren Namen auf Bewirtungsbelegen selbst eintragen? handwerk.com-User Christoph Hensel macht das immer so – und hat damit recht. Die Wahrheit ist: In unserer Meldung steckte ein Fehler. Hier also alle Infos, wie Sie Bewirtungskosten richtig absetzen.

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Bewirtungskosten

Stets auf gesondertem Konto verbuchen

Prüft ein Beamter des Finanzamts Ihre Bücher, wird er vor allem den Posten "Bewirtungskosten", "Geschenke", "Gästehäuser" und "häusliches Arbeitszimmer" besondere Aufmerksamkeit schenken. Warum das so ist? Ganz einfach: Diese betrieblichen Aufwendungen müssen stets einzeln und getrennt von den anderen Betriebsausgaben verbucht werden (§ 4 Abs. 7 Satz 1 Einkommensteuergesetz). Stößt der Prüfer darauf, daß Sie diese Posten nicht auf einem eigenen Konto verbuchen, erkennt er die unstrittig betrieblich entstandenen Kosten nicht als gewinnmindernde Betriebsausgaben an.

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