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Alternativen und Tipps zum DSL-Anschluss

So machen Sie Ihren Internetanschluss schneller

Leistungsstarke Internetanschlüsse sind für viele Handwerksbetriebe elementar. Doch was tun, wenn die Versorgung am Firmensitz schlapp ist?

„Dann gibt es durchaus Alternativen zum konven­tionellen Internetanschluss“, sagt Stefan Ebers. Ebers betreibt die Internetseite telespiegel.de, ein Informationsportal rund um die Telekommunikation. Der Fachmann rät Unternehmern zunächst immer alle Telekommunikationsdienstleister vor Ort anzusprechen. Denn oft bewerteten die Anbieter vorhandene Leitungen unterschiedlich. „Die großen Anbieter haben zum Beispiel ab einer Entfernung von rund sechs Kilometer zum nächsten Vermittlungsknoten kein DSL-Paket mehr im Angebot. Bei uns in Hannover hingegen bietet ein regionaler Dienstleister einen Aktionsradius von bis zu sieben Kilometern.“

Gute Ansprechpartner für Fragen rund um die Internet-Versorgung seien vor allem freie Fachhändler. Denn die kennen die Gegebenheiten vor Ort meist am besten. Außerdem seien die oft sehr versiert, was die hardwareseitigen Möglichkeiten angeht. „Es gibt zum Beispiel Geräte, mit denen mehrere schwache DSL-Leitungen zu einer leistungsstarken gebündelt werden können. Damit lassen sich also an Standorten, wo nur DSL 1000 verfügbar ist, belastbare Bandbreiten erreichen.“ Ebenfalls ein guter Ansprechpartner, wenn Unternehmen an einem ganz neuen Standort eine Filiale eröffnen: „Die örtliche Presse. Oft kennen sich die Kollegen in den Lokalredaktionen auch sehr gut mit den Gegebenheiten vor Ort aus“.

Was die DSL-Alternativen in der Praxis taugen, lesen Sie auf Seite 2.

LTE ist auf dem Vormarsch

LTE ist die Alternative Nummer 1
Ist die DSL-Versorgung über das Glasfasernetz überhaupt nicht möglich, ist aus Sicht des Fachmanns der neue Übertragungsstandard LTE die erste Alternative. „Wenn da zum Beispiel in ländlichen Regionen nicht sofort etwas zu machen ist, sollten Unternehmer immer wieder nachfragen“, rät Ebers. Denn die Anbieter hätten die Auflage bekommen, erst den Ausbau in der Fläche voranzutreiben. „Da tut sich also im Moment noch viel."

DSL via Satellit
Ebenfalls interessant: DSL via Satellit. „Der neue Satellit KA-Sat ist gerade gestartet. Der ist noch fast jungfräulich und dazu mit hoher Kapazität ausgestattet.“ Wichtig: Interessenten sollten unbedingt nach Geschäftskundenkonditionen fragen. Problem bei dieser Technik: „Kein Kunde hat eine exklusive Leistung, sprich die Bandbreite schwankt stark.“ Gut für Geschäftskunden: „Eng wird es auf dem Satelliten vor allem in der Hauptinternetzeit zwischen 17 und 21 Uhr, also in einer Zeit, wo in vielen Betrieben schon Feierabend ist.“

Softe Faktoren
Generell sollten Geschäftskunden auch die soften Faktoren eines Angebotes im Blick behalten, rät der Fachmann. „Wie ist zum Beispiel die Service-Hotline zu erreichen? Und wie schnell kann ein Techniker vor Ort sein, wenn die Verbindung gestört ist?"

"Unterschätzen Sie Ihre Macht nicht"
Unterschätzen sollten Unternehmer aber auch ihre eigene Marktmacht nicht. „Gerade, wenn wir von Gewerbegebieten sprechen, wo mehrere Unternehmen sitzen“. Stimmt die Internetversorgung dort nicht, sei eigentlich der Bürgermeister der erste Ansprechpartner, empfiehlt Ebers. Denn der könne die Telekom oder lokale Netzbetreiber direkt ansprechen und nach individuellen Ausbaumöglichkeiten fragen. „Manchmal liegen die Leitungen bis kurz vor dem fraglichen Gebiet, sodass die Investitionskosten für die letzten paar Meter gar nicht so hoch sein müssen“, weiß der Fachmann.

(ha)

Weitere Informationen rund um Telefon und Internet, finden Sie hier: www.telespiegel.de

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