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Foto: Volkswagen AG
Der Volkswagen ID.4 GTX darf Hänger bis 1,4 Tonnen ziehen.

Marktübersicht

E-Autos und Anhänger: Strom zieht

Wer mit seinem Elektroauto Anhänger ziehen möchte, hat mittlerweile eine respektable Auswahl. Wir sagen, welches E-Auto wie viel zieht.

  • Elektro-Autos als Zugpferd? Was bis vor kurzem noch fast undenkbar war, ist längst eine echte Option. Doch worauf kommt es bei der Auswahl wirklich an?
  • Mit dem Anhänger wächst das zu bewegende Gewicht. Da beim E-Motor das volle Drehmoment vom Start weg bereitsteht, schwimmen Gespanne mit E-Zugfahrzeugen im Verkehr gut mit. Aber das zusätzliche Gewicht des Anhängers wirkt sich bei der Reichweite der Stromer deutlich aus. 
  • Drum prüfe, wer sich bindet…: Selbst leistungsstarke Elektro-Fahrzeuge sind nicht selten begrenzt, was die zugelassene Zugkraft angeht. Wer also ernsthaft mit dem Gedanken spielt, seinen Firmenfuhrpark um ein E-Zugfahrzeug zu erweitern, muss bei den technischen Daten genau hinschauen. 

Elektroautos spielen in Fuhrparks eine immer wichtigere Rolle. Was aber, wenn das Firmenauto schwere Anhänger oder der privat genutzte Dienstwagen einen Wohnwagen ziehen soll? Für den klassischen Diesel kein Problem. Die stärksten Verbrenner-Versionen mit Anhängerkupplung können bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen. Und selbst bei Plug-in-Hybriden sind Anhängelasten von 2.500 Kilogramm und mehr inzwischen keine Seltenheit. Doch wie sieht es bei den reinen Elektroautos aus?

Achillesferse Batterie

Inzwischen lassen sich zwar auch viele reine Elektroautos mit einer Anhängerkupplung ausrüsten, bei der maximalen Anhängelast gibt es aber große Unterschiede. Bis vor kurzem war die Anhängelast mancher E-Autos auf 750 Kilogramm begrenzt. Und das Angebot an Modellen, mit denen schwere Hänger gezogen werden können, ist immer noch rar.

Dabei sind nicht etwa zu wenig Leistung oder Kraft das Problem der Stromer. Sie sind in der Regel ordentlich motorisiert und auch so schwer, dass sie beim Bremsen vom Anhänger nicht angeschoben werden. Das vom Start weg verfügbare maximale Drehmoment der E-Mobile sorgt zudem dafür, dass die Gespanne zügig von der Stelle kommen.

Knackpunkt für schwere Lasten am Haken ist vielmehr die Kapazität der Batterie. Denn der Stromverbrauch kann beim Gespannfahren leicht auf das Doppelte ansteigen. Entsprechend schrumpft die Reichweite um die Hälfte. Kein großes Thema, wenn nur Gartenabfälle zum Grünschnittplatz oder ein paar Bretter vom Baustoffhändler mit zum Kunden oder in den Betrieb transportiert werden sollen. Das schaffen auch BEVs mit kleinem Akku. Wer einem Elektroauto aber über längere Strecken hinweg schwere Anhängelasten aufbürden will, kommt um einen großen Stromspeicher  mit hoher elektrischer Reichweite nicht herum. Entsprechende Angebote gibt es eher in der oberen Preisklasse. Wir haben uns die zugkräftigen Vollstromer, die für den Fuhrpark geeignet sind, angeschaut.

BMW iX und Tesla Model X mit der höchsten Anhängelast

Die Spitzenposition unter den Zugpferden sichert sich der brandneue BMW iX. Sowohl der iX XDrive 40 mit 326 PS und 76,6-kWh-Batterie als auch die Version XDrive 50 mit 523 PS und 111,5 kWh großem Akku dürfen bis zu 2,5 Tonnen ziehen. Die Reichweite des stets mit Allradantrieb verknüpften Elektro-SUVs der Oberklasse ist mit 425 und 630 Kilometer nach WLTP angegeben. Die Urlaubsfahrt mit Wohnwagen müsste also voraussichtlich nach rund 200 bis 300 Kilometern zum Stromtanken unterbrochen werden.

Ebenfalls für schwere Anhänger eignet sich der 670 PS starke Tesla Model X. Der Ami-Stromer mit Flügeltüren und 100 kWh fassendem Akku darf bis zu 2.269 Kilogramm an den Haken nehmen. Das kräftige SUV mit 580 Kilometer Reichweite ist zudem das einzige Modell, bei dem die Anhängerkupplung serienmäßig und ohne Aufpreis geliefert wird.

Anhängelasten: Technische Daten exakt studieren

Eine maximale Anhängelast von 1,8 Tonnen weisen die elektrischen Audi-Modelle e-Tron und e-Tron Sportback auf, und zwar unabhängig davon, ob sie mit 313, 408 oder 503 PS motorisiert sind und das Batteriepack 71 kWh oder 95 kWh fasst. 341 bis 442 Kilometer weit sollen die Stromer mit einer Akkufüllung kommen. Auch den Allradversionen vom  Mercedes EQA dürfen Anhängelasten bis 1,8 Tonnen aufgebürdet werden. Aufgepasst: beim frontgetriebenen EQA 250 mit 190 PS beträgt die Anhängelast nur 750 Kilogramm.

Mit 1,4 bis 1,6 Tonnen Anhängelast können die Elektromodelle BMW i4, Hyundai Ioniq 5, Kia EV6, Polestar 2, Tesla Model Y, VW ID.4 sowie Volvo XC40 Recharge und C40 Recharge aufwarten. Je nach Akkugröße und Antriebsart fallen die maximalen Anhängelasten auch geringer aus. Auch hier empfiehlt sich also, die technischen Daten exakt zu studieren.

Übersicht: alle Elektroautos mit Anhängerkupplung in Deutschland

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Wer mit seinem Elektroauto Anhänger ziehen möchte, hat mittlerweile eine respektable Auswahl. Wir sagen, welches E-Auto wie viel zieht.
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Mit 1,8 Tonnen Anhängelast dürfen Audi e-Tron und e-Tron Sportback auch schwere Hänger ziehen.
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Kein Elektroauto darf derzeit mehr an den Haken nehmen: 2,5 Tonnen Anhängelast im neuen BMW iX.
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Angesichts 487 PS Leistung und 98,7 kWh-Batterie ist die Anhängelast beim Ford Mustang Mach-E mit 750 Kilogramm relativ gering.
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1,5 Tonnen Anhängelast bietet der 408 PS starke Volvo XC40 Recharge.

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Sparprogramm

Anhänger statt Großtransporter

Nachrechnen lohnt sich: Anstelle eines groß geratenen, schweren und damit auch unhandlicheren Transporters lohnt sich womöglich die Kombination aus einem leichten Transporter und einem Anhänger. Die Trebbiner Fahrzeugfabrik mit Sitz in der Nähe von Potsdam bietet zu diesem Zweck eine große Palette von Anhängern. Die Basis bildet jeweils ein feuerverzinktes Fahrgestell mit V-förmiger Zuggabel. Die Tieflader-Pritschenanhänger von 600 bis 1.500 Kilogramm Gesamtgewicht bilden die Einsteiger-Baureihe. Die Pritschen sind bis zu drei Meter lang und 1,5 Meter breit.

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