Wer trotz der Corona-Krise weiter ausbildet, soll Prämien bis zu 3.000 Euro bekommen. Das sieht das Konjunkturpaket der Bundesregeirung vor.
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Neue Maßnahmen

Konjunkturpaket: Prämien für Ausbildung beschlossen

Wer trotz Corona-Krise weiter ausbildet oder Azubis aus insolventen Betrieben übernimmt, soll mit bis zu 3.000 Euro Prämie gefördert werden.

Viele Betriebe kämpfen mit den Folgen der Corona-Krise. Um die Folgen für Auszubildende abzumildern, sind jetzt Unterstützungsmaßnahmen auf den Weg gebracht worden. So sind im Anfang Juni vom Koalitionsausschuss beschlossene Konjunkturprogramm und ein Maßnahmenprogramm der „Allianz für Ausbildung“ folgende Prämien vorgesehen:

500 Millionen Euro für die Azubi-Prämie

Bundesregierung beschließt Eckpunkte für die Azubi-Prämie und stellt 500 Millionen Euro zur Förderung von Ausbildungsbetrieben bereit.
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  • 2.000 Euro pro abgeschlossenem Ausbildungsvertrag sollen Betriebe erhalten, die die Zahl ihrer Ausbildungsplätze verglichen mit den vergangenen drei Jahren nicht verringern.
  • 3.000 Euro gibt es, wenn die Zahl der Verträge noch aufgestockt wird, pro zusätzlichem Vertrag.
  • Diese Prämien sollen am Ende der Probezeit ausgezahlt werden.
  • Betriebe, die ihre Ausbildungsaktivität trotz Corona-Belastungen fortsetzen und Ausbilder und Azubi nicht in Kurzarbeit bringen, sollen ebenfalls eine Förderung erhalten.
  • Betriebe, die in diesem Jahr Azubis aus insolventen Unternehmen übernehmen, sollen eine Übernahmeprämie erhalten. Die Höhe steht noch nicht fest.

Die geplanten Maßnahmen müssen noch vom Bundestag beschlossen werden. Sollte sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt verschärfen, ist zudem ein befristetes Programm geplant, das den Ausbildungsbetrieben die Möglichkeit bietet, Teile der Ausbildung an überbetriebliche Bildungsstätten zu übertragen.

Ziel der Maßnahmen ist, dass Azubis trotz der schwierigen Situation ihre Ausbildung fortsetzen und abschließen können, heißt es im Eckpunktepapier des Koalitionsausschusses. Zudem soll sichergestellt werden, dass auch in den kommenden Ausbildungsjahren genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen.

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