In südkoreanischen Pyeongchang wird das Handwerkslogo ihren Gewehrschaft zieren.
Foto: Manzoni/Nordic Focus, Lizenziert unter CC BY-SA 4.0

Olympische Winterspiele 2018

Wintersport-Ass Laura Dahlmeier: Respekt vorm Handwerk

Biathletin Laura Dahlmeier wird bei den Olympischen Spielen 2018 für das Handwerk werben. Die Weltmeisterin kennt das Handwerk von klein auf und ist davon fasziniert.

Das Schießen beim Biathlon ist reiner Nervenkitzel. Bei Live-Übertragungen sind die Kameras deshalb direkt auf die Athleten gerichtet. Fernseherzuschauer sehen so jede Zuckung der Sportler in Großaufnahme. Und deshalb wird das Handwerk bei den Olympischen Winterspielen im südkorenaischen Pyeongchang ganz sicher groß in Szene gesetzt. Denn den Gewehrschaft von Laura Dahlmeier wird in diesem Jahr das Handwerkslogo zieren.

Und für die Weltklasse-Biathletin wird es nicht irgendein Markenzeichen sein. Schließlich stammt die Sportlerin aus einer Handwerkerfamilie. Als Kind verbrachte sie viel Zeit in der Werkstatt ihres Opas. Der passte seiner Enkelin sogar das Griffstück ihrer ersten Sportwaffe an. Die hatte einen standardisierten Gewehrschaft, der für ihre Kinderhände viel zu groß war. „Da haben wir viel umeinander getüftelt“, erinnert sich die Garmisch-Partenkirchnerin in einem Youtube-Video.

Darin berichtet Dahlmeier auch von ihrer Faszination für das Handwerk. „Ich habe Respekt davor“, sagt die Wintersportlerin. Sie sieht sogar Parallelen zwischen Sport und Handwerk. „Der Sportler macht sehr viel mit seinem Körper“, sagt die 24-Jährige. Handwerker müssten sich auf ihre Fähigkeiten konzentrieren. Schließlich gäbe es nur wenige Maschinen, die ihnen wirklich Arbeit abnehmen könnten. (red)

Das Video: "Laura Dahlmeier über Handwerk und Familie"

* Das Foto ist lizenziert unter CC BY-SA 4.0.

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