Polizei nimmt Schlüsseldienst vorläufig fest.
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Verdacht auf Wucher: Polizei verhaftet Schlüsseldienst

Unter Schlüsseldiensten gibt es einige schwarze Schafe. Ein Dienstleister ist der Polizei jetzt in Karlsruhe ins Netz gegangen. Der Verdacht: Wucher.

Dieser Feiertag wird einem Mann aus Karlsruhe sicher in Erinnerung bleiben: Am Tag der Deutschen Einheit hat er kurz nach Mitternacht seinen Haustürschlüssel verloren. Wie die Polizei mitteilt, suchte der Mann im Internet deshalb nach einem Schlüsseldienst. Dabei stieß er auf eine 0800-Nummer und verständigte ein in Essen ansässiges Unternehmen. Knapp 45 Minuten später rückte ein Mitarbeiter an.

189 Euro – so viel sollte das Türöffnen laut schriftlicher Vereinbarung kosten. Nach getaner Arbeit verlangte der Dienstleister allerdings 508 Euro. Begründung: Die Tür sei nicht nur zugezogen sondern abgeschlossen gewesen, daher habe das Schloss ausgetauscht werden müssen.

Für den Kunden war das nicht die einzige Überraschung: Der 27-jährige Dienstleister verlangte die Summe in bar. Doch die hatte der Kunde nicht zu Hause. Laut Polizei einigten sich die Männer daher auf eine Geldübergabe – an einem Sonntagvormittag, 25 Tage später.

Einig waren sie sich am Zahltag allerdings nicht, deshalb riefen die Männer zur Klärung die Polizei hinzu. Wegen des Verdachts auf Wucher nahm die Polizei den Mann vom Schlüsseldienst schließlich fest. Außerdem nahmen die Beamten dessen Wagen genauer unter die Lupe. Dabei stießen sie auf rund 7000 Euro in bar sowie 21 Rechnungen.

Mittlerweile ist der Verdächtige wieder auf freiem Fuß, allerdings dauern die Ermittlungen der Polizei an.

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