Trotz guter Notfallplanung kann etwas schiefgehen, darum gehört auch ein ausreichender Versicherungsschutz dazu.
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Strategie

5 Tipps für Ihre Notfallplanung: Damit Ihr Ausfall nicht zur Katastrophe wird!

Eine Notfallplanung sollte jeder Handwerksbetrieb haben. Wie Sie sich die Arbeit etwas leichter machen, verrät handwerk.com-Autor Klaus Steinseifer.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Ohne Notfallplanung geht es nicht in kleinen Betrieben: Fällt der Chef einmal aus, muss jemand anderes dafür sorgen, dass der Laden läuft.
  • Die Arbeit an und mit der Notfallplanung können Sie sich erleichtern, wenn sie den Plan digital erstellen – das macht jedes Update leichter.
  • Ein echter Notfallordner sollte es dennoch sein, und dabei muss man sich genau überlegen, wo der stehen soll: verborgen, aber auffindbar.
  • Wer seine Notfall-Vertretung bestimmt, sollte zwei Dinge nicht vergessen: eine Vollmacht für den Vertreter – und zusätzlich einen Versicherungsschutz für die Familie, falls sich der Vertreter als nicht geeignet herausstellt.
  • Pluspunkt der Notfallplanung: Wenn Sie es richtig angehen, haben Sie auch gleich die wichtigsten Infos für die Urlaubs- und die Nachfolgeplanung zusammen.

Jedes Handwerksunternehmen braucht eine Notfallplanung, denn es befindet sich in einer latenten Gefahr: Ein Notfall kann zu jeder Zeit eintreten. Das kann ein Unfall sein, eine plötzlich auftretende schwere Krankheit oder sogar der Tod des Inhabers.

Wenn Sie ohne einen Notfallplan ausfallen, kann das den Ruin Ihres Unternehmens bedeuten. Darum brauchen Sie Ihren individuellen Notfallordner oder ein Notfallhandbuch, das alle wichtigen Informationen und Dokumente zu Ihrem Betrieb und auch zu Ihrem Privatleben beinhaltet.

Tipp 1: Planen Sie ein jährliches Update

Ihren Notfallordner sollten Sie mindestens einmal im Jahr auf Aktualität überprüfen und bearbeiten. Legen Sie dazu in Ihrer Zeitplanung diese jährlich wiederkehrende Aufgabe an, damit Sie es nicht vergessen.

Verzichten Sie dabei auf vorgedruckte Checklisten und Formulare, denn die müssten Sie für jede Update Aktualisierung komplett neu ausfüllen. Besser ist eine digitale Notfallplanung, denn eine Computerdatei „Notfallplan“ oder „Notfallordner“ lässt sich schneller und einfacher aktualisieren.

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Tipp 2: Der Ordner sollte vertraulich sein, nicht unauffindbar!

Wenn Sie Ihren digitalen Notfallplan erstellt haben, drucken Sie ihn aus und legen die Blätter in einen markanten Ordner, der als "Notfallordner" beschriftet ist.

Natürlich handelt es sich um vertrauliche Informationen. Doch verstecken Sie Ihren Notfallordner nicht zu sehr, denn er soll im Notfall gefunden werden: Informieren Sie die Menschen Ihres Vertrauens über den Hinterlegungsort, damit er im Notfall sofort zur Verfügung steht.

Sie können Ihren Notfallordner auch bei Ihrem Steuerberater, Rechtsanwalt oder Notar hinterlegen. Das hat den Nachteil, dass er im Notfall nicht sofort und unmittelbar zur Verfügung steht und Änderungen dort immer hinterlegt werden müssen.

Tipp 3: Privat und Betrieb – doppelte Infos, die sich lohnen!

Ihren Notfallplan unterteilen sie am besten in die zwei wichtigsten Hauptgruppen „UNTERNEHMEN“ und „PRIVAT“.

Dabei dürfen sich Informationsangaben wiederholen, die in beiden Lebensbereichen relevant sind, denn es kann sein, dass der unternehmerische Notfallordner im Notfall von anderen Menschen bearbeitet werden muss als der private Notfallordner.

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