Kein guter Umgang mit Bewerberdaten: Start-ups und kleine Betriebe schneiden bei einer Umfrage besonders schlecht ab.
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Kein guter Umgang mit Bewerberdaten: Start-ups und kleine Betriebe schneiden bei einer Umfrage besonders schlecht ab.

Personal

Datenschutz: Viele Bewerber misstrauen Arbeitgebern

Einer aktuellen Umfrage zufolge trauen Bewerber vor allem kleineren Unternehmen Datenmissbrauch zu. Das sind die größten Sorgen der Bewerber.

28 Prozent der Bewerber in Deutschland fürchten, dass ihre Bewerbungsdaten bei Arbeitgebern nicht sicher sind. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Königssteiner Gruppe. Die Personalmarketing-Agentur hat dafür rund 1.000 Erwerbstätige befragt.

Start-ups misstrauen die Befragten demnach besonders. 34 Prozent von ihnen haben starke Zweifel, dass Bewerberdaten bei diesen Unternehmen sicher sind. Und 50 Prozent hegen hier leichte Bedenken.

Kaum besser schneiden kleine Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitenden ab. Hier haben 31 Prozent der Befragten starke Zweifel und 48 Prozent leichte Bedenken.

Die skeptischen Bewerber haben – über alle Unternehmensgrößen hinweg – vor allem folgende Sorgen:

  • 73 Prozent fürchten, dass ihre Unterlagen intern an Personen weitergeleitet werden, die nichts mit dem Bewerbungsprozess zu tun haben.
  • 36 Prozent befürchten, dass ihre Daten zum Verkauf der unternehmenseigenen Produkte oder Dienstleistungen genutzt werden.
  • Ein Drittel verdächtigt die Unternehmen sogar, die Daten an Dritte zu verkaufen.

Die Umfrageergebnisse zeigen auch, welchen Umgang sich Bewerber mit den Daten wünschen:

  • 23 Prozent möchten, dass ihre Daten sofort nach dem Bewerbungsprozess gelöscht werden.
  • Weitere 20 Prozent meinen, dass spätestens nach einem Monat Schluss mit der Datenspeicherung sein muss.
  • 24 Prozent sind damit einverstanden, dass ihre Daten länger als sechs Monate in einem Bewerberpool gespeichert werden.

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