Dachdecker Marco Weiß.
Foto: Denny Gille

Marketing und Werbung

Serie: Wirkungsvoll vermarktet! So werben Handwerker

Wie erreichen Handwerker ihre Kunden am besten? Welche Inhalte und Kanäle sind gefragt? In dieser Kurzinterview-Reihe verraten Unternehmer wie sie werben. Teil 5: Über Social Media Qualität ausstrahlen.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • In der Interview-Serie "Wirkungsvoll vermarktet!" berichten Handwerker, welche Marketingmaßnahmen für sie zum Erfolg geführt haben.
  • Die Serie setzt auf Kurz-Interviews mit vier bis fünf Fragen. Jedes Interview hat eine Lesedauer von maximal 60 Sekunden.
  • Die Selbstständigen erzählen, mit welchen Inhalten sie bei ihrer Zielgruppe punkten und auf welche Inhalte sie beim Marketing setzen.

Teil 5: Über Social Media Qualität ausstrahlen

Marco Weiß ist selbstständiger Dachdecker aus Elbingerode. Er hat sich im Bereich Denkmalschutz einen Namen gemacht, auch gezielt in den sozialen Netzwerken.

Herr Weiß, was ist Ihr wichtigster Marketing-Kanal? Instagram. Facebook ist ganz gut, doch auf Instagram folgen einem nur Leute, die auch wirklich Interesse an der Arbeit haben. Und das Miteinander ist dort entspannter.

Wie erschließen Sie sich neue Zielgruppen? Über organisches Wachstum in den Social-Media-Kanälen. Ich poste meine Arbeiten, die Leute finden mich und rufen aus ganz Deutschland an.

Welchen Stellenwert hat die Website für Ihren Betrieb? Seit ich Social Media mache hat die Website nur noch geringen Stellenwert. Ich finde ich habe eine schöne Seite, aber die meisten Kontakte kommen über die sozialen Netzwerke. Da ist es auch viel einfacher Follower aufzubauen.

Wie wichtig ist Ihnen eine einheitliche Außenwirkung? Ich möchte, dass man mich mit einer bestimmten Nische in Verbindung bringt: Schieferarbeiten und Denkmalschutz. Ich achte darauf, vorrangig Posts zu dieser Sparte zu machen.

Wie hat sich Marketing in den letzten Jahren verändert? Ich achte noch mehr auf Qualität. Ich will nicht jeden Tag irgendetwas veröffentlichen, sondern gezielt die besonderen Arbeiten. Mein Profil soll Qualität ausstrahlen, damit jeder potenzielle Kunde sieht: Der versteht sein Handwerk.

Teil 4: Digitales Marketing für die Bestatter

Susanne Smid ist Unternehmerfrau und staatliche geprüfte Bestatterin bei der Cornelius Smid OHG in Ihlow. Dort ist das Marketing in den vergangenen Jahren digitaler geworden.

Frau Smid, welcher ist Ihr wichtigster Marketing-Kanal? Nach wie vor werden Zeitungsanzeigen am intensivsten wahrgenommen. Aber auch unsere Website ist ein wichtiger Kanal. Dort informieren sich Kunden. Auf Facebook erreichen wir ebenfalls Interessenten.

Wie erschließen Sie sich neue Zielgruppen? Facebook ist der Kanal, der eine jüngere Zielgruppe anspricht. Dort zeigen wir, dass Praktikanten in den Beruf reinschnuppern. Dort veröffentlichen wir Buchtipps für diese Zielgruppe. Viele suchen auf der Internetseite nach Themen. Deshalb ist es uns wichtig, da immer aktuell zu sein.

Welchen Stellenwert hat die Website für Ihren Betrieb? Über die Website wollen wir im Netz gefunden werden. Wie veröffentlichen dort Informationen rund um das Thema Tod und Bestattungen. Wir kündigen Veranstaltungen an, die bei uns in den Räumen stattfinden. Und wir bieten Unterlagen an, die das Thema Vorsorge betreffen. Das wird gut geklickt.

Wie wichtig ist Ihnen eine einheitliche Außenwirkung? Der Wiedererkennungswert ist wichtig: Unser Firmenlogo ist an den Autos ebenso zu finden wir an den Hemdkragen unserer Mitarbeiter. Außerdem spielt die Farbe des Logos eine Rolle bei sämtlichen Druckerzeugnissen, wie Anzeigen, Flyern, Mappen für die Kunden und der Beileidskarte, die jeder Kunde bekommt.

Wie hat sich Marketing in den letzten Jahren verändert? War der Tod vor einigen Jahren noch ein Tabuthema, ist es heute normal, dass man offen darüber spricht. Flyer für ein Bestattungsunternehmen anzufertigen, wäre früher undenkbar gewesen. Das Marketing ist zudem digitaler geworden.

Teil 3: Nichts dem Zufall überlassen

Petra Dammann gehört der Geschäftsführung von Dammann Bedachungen an. Sie kümmert sich in dem Betrieb um das Marketing.

Frau Dammann, wie erschließen Sie sich neue Zielgruppen?

Wir sind auf vielen Kanälen präsent. Ob Social Media, Website oder Messen – wir versuchen überall authentisch rüber zu kommen. Dadurch bekommen potenzielle Kunden, Mitarbeiter und Auszubildende einen Eindruck, wer wir sind, was wir machen und was uns wichtig ist.

Welchen Stellenwert hat die Website für Ihren Betrieb?

Die Website ist das Herzstück unserer Online-Präsenz. Daher sind wir bemüht, die Sichtbarkeit permanent zu optimieren. Außerdem stellen wir Design und Inhalt regelmäßig auf den Prüfstand.

Wie wichtig ist Ihnen eine einheitliche Außenwirkung?

Sehr wichtig, wir überlassen nichts dem Zufall. Dazu gehört zum Beispiel, dass unsere Firmenfahrzeuge grundsätzlich weiß sind. Ein blaues Fahrzeug würde für uns nicht in Frage kommen.

Wie hat sich Marketing in den letzten Jahren verändert?

Es gibt ständig neue Trends. Daher müssen wir immer wieder neu überprüfen, ob unsere Marketing-Maßnahmen noch den gängigen Standards entsprechen.

Teil 2: Zeigen, was man kann: "So hat sich unsere Marketingstrategie gewandelt"

Maler- und Lackierermeister Artur Gehring führt einen 4-Mitarbeiter-Betrieb in Gifhorn. Das Unternehmen bietet zwischen Fußboden und Geschossdecke vielfältige Services an.

Herr Gehring, was ist Ihr wichtigster Marketing-Kanal? Das ist tatsächlich unsere Homepage. Da haben wir die meiste Resonanz drauf. Auch Facebook ist nicht zu verachten – da wollen wir noch aktiver werden.

Wie erschließen Sie sich neue Zielgruppen? Mund-zu-Mund-Propaganda und Projektreferenzen sind das A und O. Wenn ein Kunde voll mit uns zufrieden ist, empfiehlt er uns weiter. Das erreichen wir, indem wir gute Arbeit leisten, nicht ganz alltägliche Leistungen bieten und jede Baustelle sauber hinterlassen.

Wie wichtig ist Ihnen eine einheitliche Außenwirkung? Sehr wichtig. Wir erhöhen unseren Wiedererkennungswert bei der täglichen Arbeit mit einheitlicher Firmenkleidung und den passenden Firmenfahrzeugen. Und wir treten freundlich und zuvorkommend auf, damit wir positiv im Gedächtnis bleiben.

Wie hat sich Marketing in den letzten Jahren verändert? Wir haben früher viel in Print und mit Flyern geworben. Heute ist alles digital. Unsere Marketingstrategie hat sich auch inhaltlich gewandelt: Wir werben nicht nur damit, dass es uns gibt. Stattdessen zeigen wir dem Kunden, welchen Mehrwert und welche speziellen Leistungen er von uns bekommt, die andere nicht bieten.

Teil 1: Von Angesicht zu Angesicht: Marketing über den persönlichen Kundenkontakt

Hilke Lamberti ist Geschäftsführerin des Sanitär- und Heizungsunternehmens Erhard Lamberti GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Oldenburg beschäftigt 17 Mitarbeiter.

Frau Lamberti, was ist Ihr wichtigster Marketing-Kanal? Der persönliche Kundenkontakt – vom Beratungsgespräch bis zur Ausführung.

Wie erschließen Sie sich neue Zielgruppen? Durch unsere Mitarbeiter, die gute Arbeit abliefern. Unsere zufriedenen Kunden „werben“ dann bei Familie, Freunden, Nachbarn usw. Und durch unsere Website.

Welchen Stellenwert hat die Website für Ihren Betrieb? Einen sehr großen: Unsere Kunden informieren sich über unsere Website schon vorab über unser Portfolio und auch Neukunden kommen darüber zu uns.

Wie wichtig ist Ihnen eine einheitliche Außenwirkung? Darauf legen wir sehr großen Wert. Die Arbeitskleidung, die Fahrzeugbeschriftungen, die Website – der Wiedererkennungswert muss gegeben sein.