Foto: Denny Gille

Werkzeugtest

Entspannter Arbeiten mit Einhandzwingen

Bei der Arbeit mit Einhandzwingen bleibt idealerweise eine Hand frei für andere Aufgaben. Wie gut erfüllt Besseys Einhandzwinge EZ die Aufgabe?

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Braucht man beim Spannen und fixieren eine freie Hand, helfen Einhandzwingen, den Job effizient zu meistern.
  • Bessey hat mit der Serie EZ ein System von Einhandzwingen entwickelt, das leicht, ergonomisch und kraftvoll sein soll.
  • Wie gut sich die Einhandzwingen in der Praxis schlagen, haben die Kollegen von der Möbeltischlerei Balsiger ausprobiert.

Sie fixieren Holz dort wo es hingehört, helfen ungemein beim Verleimen und sind nicht selten die dritte, vierte oder auch fünfte Hand des Tischlers: Zwingen sind im Tischlerhandwerk eine feste Größe. Kein Wunder, dass sie in unterschiedlichsten Größen und Ausführungen oft zu Dutzenden die Werkstätten füllen.

Wenn beim Spannen und Fixieren mal wieder weniger Hände als nötig verfügbar sind, hilft die Einhandzwinge, den Job schnell und souverän zu meistern. Bessey hat für diese Situationen die Einhandzwingen-Serie EZ entwickelt.

Zwingentest bei der Tischlerei Balsiger

Die neue EZ-Serie umfasst vier Baugrößen S, M, L und XL, die gleichermaßen spannen wie spreizen können. Wie gut schlagen sich die Einhandzwingen im Tischlereinsatz? Das soll die Tischlerei Balsiger herausfinden. Christoph Balsiger hat sich mit der Tischlerei in Hannover auf individuelle Möbel und Raumgestaltung spezialisiert. Lehrling Konstantin, im dritten Ausbildungsjahr, hat Besseys Einhandzwingen in den Größen M und L ein paar Wochen beim Bau von Schränken und Lampen getestet.

„Es ist immer schön neue Werkzeuge auszupacken“, sagt der angehende Tischlergeselle. Sein Ersteindruck: „Die Zwingen wirken wertig.“ Im Testzeitraum hat er die Zwingen vor allem auf das Hauptaugenmerk „einhändige Bedienung“ getestet. Dazu sei es etwa wichtig, dass die Zwinge richtig öffnet, ohne dass man nachhelfen muss. „Das haben die Testzwingen auch zuverlässig gemacht“, erklärt der Azubi.

So lasse sich bei der einhändigen Bedienung der Zwinge einfach mit der Gravitation arbeiten. Betätigt man den in den Griff integrierten Lösehebel, lässt sich der Gleitbügel entlang der Schiene leicht auf- und ab bewegen. Ist das Werkstück dann zwischen den beiden Spannbacken positioniert, wird es über den Pumphebel fest eingespannt. „Der gummierte Griff liegt gut in der Hand und man hat die Zwinge schnell da, wo man sie braucht“, sagt Konstantin.

Besseys Einhandwingen: Leichtgewichte mit Bisskraft

Ein auffälliges Merkmal der Zwingen ist ihr geringes Gewicht. Die leichteste Zwinge der EZ-Serie mit einer Spannweite von 110 Millimetern liegt bei gerademal 120 Gramm Gewicht. Die größte EZ-Zwinge mit 900 Millimeter Spannweite wiegt 1,9 Kilogramm. Die Testzwingen in der Größe M und L bringen 380 und 770 Gramm auf die Waage. In dem geringen Zwingengewicht steckt zugleich viel Leistung. „Die Bessey hat ordentlich Power. Mehr als unsere alten Einhandzwingen“, stellt der angehende Tischler fest. Je Größer die gewählte Einhandzwinge ist, desto größer ist ihre maximale Spannkraft:

  • EZS: 200 Newton
  • EZM: 750 Newton
  • EZL: 1400 Newton
  • EZXL: 2700 Newton

Auch wenn die Aufgabe mal nicht Spannen sondern Spreizen heißt, ist die Einhandzwinge schnell einsatzbereit. Ab Zwingengröße M lässt sich das obere Spannelement mit einem Knopfdruck werkzeuglos von der Schiene trennen und umstecken. „Das geht bei den Einhandzwingen sehr schnell“, urteilt der Tischler in spe.

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