Mit den Willkommenslotsen unterstützten die Handwerkskammern sowie andere Kammern und Organisationen der Wirtschaft Betriebe bei der Einstellung Geflüchteter.
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Politik und Gesellschaft

Willkommenslotsen vor Aus: ZDH fordert Verlängerung

Die Willkommenslotsen helfen Betrieben bei der Einstellung Geflüchteter. Ende 2019 läuft das Programm aus.

Fachkräftemangel lindern, Integration durch berufliche Perspektiven fördern. Dabei helfen die Willkommenslotsen seit März 2016. Doch das Förderprogramm ist auf Ende Dezember 2019 befristet, schreibt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Dann läuft es aus. Der ZDH fordert daher eine Verlängerung. „Damit die Unternehmen weiterhin so kompetent unterstützt werden können, muss die Förderung der Willkommenslotsen über 2019 fortgesetzt werden“, fordert der Verband.

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Mit den Willkommenslotsen unterstützten die Handwerkskammern sowie andere Kammern und Organisationen der Wirtschaft Betriebe bei der Einstellung Geflüchteter. Mit Hilfe der 131 Lotsen seien über 21.000 Geflüchtete in Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze oder eine Einstiegsqualifikation vermittelt worden.

Insbesondere das Handwerk spielt bei der Integration von Flüchtlingen eine große Rolle. Von allen Geflüchteten, die derzeit eine Ausbildung machen, lerne jeder Zweite im Handwerk, sagt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer: „Das ist überproportional im Vergleich zu allen anderen Wirtschaftsbereichen.“ Derzeit würden über 18.000 Geflüchtete aus den acht häufigsten Asylzugangsländern eine Ausbildung im Handwerk machen. „Wir brauchen diese motivierten, jungen Leute, die schließlich nach unseren Standards ausgebildet wurden“, so der ZDH-Präsident.

Der ZDH plädiert bei der Förderung der Willkommenslotsen für eine Verlängerung um mindestens vier Jahre. Dadurch könne bewährtes Projektpersonal längerfristig in den Kammern und anderen Organisationen der Wirtschaft gehalten werden.

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