Das sind für Joey Kelly die Grundlagen für die Erreichung eines Ziels - aus sportlicher oder unternehmerischer Sicht.
Foto: IKKclassic

Strategie

3 Motivationstipps von Joey Kelly: Mehr wagen und weniger zweifeln

Einen Marathon beenden und ein unternehmerisches Ziel erreichen – das ist für Joey Kelly absolut vergleichbar. Diese Tipps gibt der Künstler und Extremsportler Handwerksunternehmern.

Auf einen Blick:

  • Ziele im Betrieb zu erreichen vergleicht Extremsportler und Künstler Joey Kelly mit einem Marathonlauf: Wichtige Grundlagen für beides sind Ausdauer, Wille, Disziplin und Leidenschaft.
  • Handwerksunternehmer motiviert Kelly, sich klare Ziele zu setzen und auf dem Weg dorthin nicht aufzugeben – auch wenn das bedeutet, dass man die Komfortzone verlassen und viel Kraft investieren muss.
  • Aus eigener Erfahrung weiß er: Motivation darf nie fehlen. Eine gute Stimmung im Team ist für den Unternehmer ebenfalls wichtig, damit Ziele erreicht werden.

Er ist Unternehmer, Künstler und (Extrem)-Sportler: Joey Kelly stellt sich immer wieder neuen Herausforderungen und geht dabei an psychische und körperliche Grenzen. Wie sich auch Handwerksunternehmer immer wieder zu Höchstleistungen motivieren können, machte Joey Kelly bei einer Veranstaltung der IKK classic in Hannover deutlich: „Sie brauchen bei allem, was Sie anpacken Ausdauer, Wille, Disziplin und Leidenschaft.“

Zu vielen Vorhaben gehöre zudem die Fähigkeit, Chancen zu erkennen, und der Mut, sie auch zu nutzen. Anhand kleiner Anekdoten aus seinem Leben gab Kelly Chefinnen und Chefs im Handwerk diese Tipps:

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1. Ziele: "Wer will, der findet Wege – wer nicht will, der findet Gründe"

Diese Botschaft steht für Joey Kelly über allem anderen: Wer etwas will, der schafft es auch. Ein selbst gestecktes Ziel zu erreichen sei eine Frage der Prioritäten und des Nachdrucks, mit dem man das Ziel verfolgt – jeden Tag von neuem.

Kelly erklärt das beispielhaft an einem Marathonlauf: Es brauche zunächst ausreichend Vorbereitungszeit für so ein Projekt. Vor dem Start stiegen die Freude und Anspannung und die ersten Kilometer verliefen gut. Beim ersten Ziehen in den Waden gebe es kein Umkehren, sondern Durchbeißen. Zweifel, ob man das Ziel erreicht, sollte man mit positiven Argumenten und Gedanken beiseite räumen. Nicht zuletzt braucht ein Marathonläufer – und ein Unternehmer ebenfalls – viel Ausdauer. Wer das mitbringe, erreiche seine Ziele.

Zu oft habe er erlebt, dass Menschen Ausreden erfinden, warum dies und das jetzt nicht geht. Sein Tipp für Unternehmer: „Nehmen Sie sich gezielt Dinge vor und beweisen Sie Zweiflern, dass Sie das schaffen können und wollen.“ Dazu brauche es große Willensstärke und Disziplin – denn wenn man kleine Teilziele nur langsam erreiche, falle es schwer, am Ball zu bleiben.

2. Einsatz: "Geh‘ jeden Tag eine Extra-Meile"

Wer sich Ziele setzt, sollte jeden Tag etwas dafür tun. „Dafür lohnt es sich, jeden Tag eine Extra-Meile zu gehen“, betont der 46-Jährige. Im übertragenen Sinne bedeutet das: Wenn es Sie ein Stück näher zu einem wichtigen Ziel bringt, ist es sinnvoll, den Arbeitsaufwand zu erhöhen und mehr Zeit in ein Projekt oder eine Tätigkeit zu investieren.

Beispiel Umsätze erhöhen: Wer mehr verdienen will, müsse zunächst eine Strategie entwickeln, wie mehr Umsatz zustande kommen soll. Das koste Zeit und Arbeitskraft. Aber wenn am Ende tatsächlich eine Steigerung herauskommt, sei es jede Minute wert, die Sie und Ihr Team mehr am Schreibtisch gesessen oder in der Werkstatt gestanden haben.

Beispiel persönliche Gewohnheiten ändern: Wollen Chefs sich persönlich verändern und von einer alten Gewohnheit wegkommen, müssten sie hart bleiben, rät Kelly. „Erst nach zehn Wochen fängt der Körper an, sich an Neues zu gewöhnen“, weiß Kelly. Deshalb sei es so wichtig, täglich an neuen Gewohnheiten zu arbeiten und diese zu festigen. Teilerfolge auf dem Weg zum Ziel seien Motivator und Entschädigung für den Mehraufwand.

3. "Zuerst gibt der Kopf auf"

Das Thema Motivation spiele bei jedem Vorhaben eine Rolle, weiß Joey Kelly, der selbst ein kleines Bauunternehmen führt. „Motivation ist vor allem auch im Team wichtig“, sagt der Unternehmer. Eine gute Stimmung im Betrieb sorge für die nötige Portion Motivation der Mitarbeiter. „Wenn einer aufgibt und die anderen mit der schlechten Stimmung runterzieht, haben Sie ein Problem“, sagt Kelly.

Deshalb rät er: Reden Sie offen mit Ihrem Team. Haben Sie als Chef die Tür und die Ohren offen für Gespräche und Anliegen Ihrer Mitarbeiter. Damit beugen Sie schlechter Stimmung vor. Und wenn Sie gemeinsam ein Problem gelöst haben, schweißt das Ihr Team zusammen.

Auch die offene Ansprache von Problemen oder Konflikten gehöre dazu. „Mitarbeiter wollen ernst genommen werden, mit ihren Stärken und mit ihren Schwächen“, betont Kelly. Er ermutigt Handwerksunternehmer, ihr Team auch auf persönliche und familiäre Belange anzusprechen, wenn sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt. Denn wer sich als Person ernst genommen fühlt und Wertschätzung erfährt, sei auch imstande, mehr zu leisten.

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