Verschiedene Generationen im Betrieb zu haben, macht die Aufgabe noch komplexer.
Foto: peterschreiber.media - stock.adobe.com

Familienfreundlich und flexibel

Aus der Praxis: generationsübergreifend führen

Dieser Handwerksbetrieb will ältere und jüngere Mitarbeiter mit kleinen Extras an sich binden – und stellt fest: unterschiedliche Generationen haben unterschiedliche Erwartungen.

Bei Seidel Innendekoration hat man sich viel einfallen lassen, um die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden: zum Beispiel flexible Arbeitszeiten, betriebliche Altersvorsorge oder Firmenhandy. „Dabei haben wir festgestellt, dass jüngeren Mitarbeitern andere Dinge wichtig sind als den älteren“, sagt Geschäftsleiterin Katrin Tyschper. Zwölf Mitarbeiter zwischen 24 und 75 Jahren beschäftigt der Betrieb, der Teil der Familienunternehmensgruppe Seidel in Garbsen ist, zu dem noch ein Textil-Vollversorgungsbetrieb und ein Miele Professional und Haushaltsfachgeschäft gehören.

Jede Altersgruppe hat eine andere Einstellung zur Arbeit.

X, Y, Z – Wie führe ich welche Generation?

Ein Team besteht aus Mitarbeitern verschiedener Altersgruppen, die unterschiedliche Ansprüche an ihre Arbeit haben. So kommen Sie als Chef damit zurecht.
Artikel lesen

„Die älteren Mitarbeiter erwarten weniger“, so Tyschper. „Die jüngere Generation ist anspruchsvoller und gerade die Azubis brauchen viel Feedback.“ Die Jüngeren freuten sich vor allem über das Betriebs-Smartphone und über das in den Pausen frei nutzbare Mitarbeiter-Wlan, so Tyschper. Auch die Arbeitszeitregelung komme gut an: „Wir wollen familienfreundlich sein, deshalb wird zum Beispiel in unserem Betrieb samstags nicht gearbeitet“, erklärt die Geschäftsleiterin. Wenn ein Kind krank wird, übernimmt Seidel für fünf Tage die Lohnfortzahlung. Außerdem hat jeder Mitarbeiter ein Arbeitszeitkonto, auf das Überstunden eingezahlt werden die er bei Bedarf abfeiern kann. Ältere Mitarbeiter schätzen auf der anderen Seite mehr, dass sie ihre Arbeitskleidung in der Wäscherei waschen lassen können.

„Wir profitieren natürlich davon, dass wir insgesamt ein großes Unternehmen sind“, so Tyschper. So sei es gelungen, die Stadt von der Einrichtung einer zusätzlichen Bushaltestelle am Firmengelände zu überzeugen. Das kommt bei allen gut an – vor allem, weil Seidel ein Job-Ticket bezuschusst.

Tipp: Sie wollen automatisch alle wichtigen Meldungen zum Thema Mitarbeiterbindung erhalten? Dann abonnieren Sie einfach den handwerk.com-Newsletter. Hier geht es zur Anmeldung!

Auch interessant:

Auch mit Kleinigkeiten können Sie Ihre Mitarbeiter glücklich machen.

10 Kleinigkeiten: So machen Sie Ihr Team glücklich

Mitarbeiterbindung ist wichtig in Zeiten des Fachkräftemangels – und die muss nicht teuer sein. Mit diesen zehn Kleinigkeiten machen Sie Ihr Team glücklich.
Artikel lesen

Ein Lob zur rechten Zeit motiviert.

Mitarbeiter loben – so geht’s

Wer seine Leute im Team halten will, muss ihnen Wertschätzung entgegenbringen. Doch loben ist nicht immer einfach – so machen Sie es richtig.
Artikel lesen
Jede Altersgruppe hat eine andere Einstellung zur Arbeit.
Foto: nd3000 - stock.adobe.com

Personalführung

X, Y, Z – Wie führe ich welche Generation?

Ein Team besteht aus Mitarbeitern verschiedener Altersgruppen, die unterschiedliche Ansprüche an ihre Arbeit haben. So kommen Sie als Chef damit zurecht.

Viele Unternehmen bieten kostenlose Getränke und andere Annehmlichkeiten an.
Foto: auremar - stock.adobe.de

Personal

Extras zum Wohlfühlen: Das bieten Unternehmen Mitarbeitern

Verpflegung, Weiterbildung oder dicke Gehälter: Im Wettstreit um Fachkräfte locken Betriebe mit manchem Wohlfühlextra. Das sind die beliebtesten.

Für die emotionale Bindung an ein Unternehmen ist der direkte Vorgesetzte entscheidend.
Foto: sdecoret - stock.adobe.com

Praxisstimme

Mitarbeiterbindung: „Es ist die Mühe wert“

Im Malerfachbetrieb Reckewerth gibt es keine Fluktuation im Team. Malermeister Siegfried Rautenberg erklärt, wie sein Betrieb funktioniert.

Elektrotechnikermeister Marco Bruns aus Haselünne.
Foto: Privat

Strategie

4-Tage-Woche: Wie ein Handwerksbetrieb davon profitiert

Freitags frei? In dem kleinen Team von Marco Bruns kommt das gut an – Baustellen funktionieren auch in einer 4-Tage-Woche. Wie? Das erklärt der Firmenchef hier.

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.