Verschiedene Generationen im Betrieb zu haben, macht die Aufgabe noch komplexer.
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Familienfreundlich und flexibel

Aus der Praxis: generationsübergreifend führen

Dieser Handwerksbetrieb will ältere und jüngere Mitarbeiter mit kleinen Extras an sich binden – und stellt fest: unterschiedliche Generationen haben unterschiedliche Erwartungen.

Bei Seidel Innendekoration hat man sich viel einfallen lassen, um die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden: zum Beispiel flexible Arbeitszeiten, betriebliche Altersvorsorge oder Firmenhandy. „Dabei haben wir festgestellt, dass jüngeren Mitarbeitern andere Dinge wichtig sind als den älteren“, sagt Geschäftsleiterin Katrin Tyschper. Zwölf Mitarbeiter zwischen 24 und 75 Jahren beschäftigt der Betrieb, der Teil der Familienunternehmensgruppe Seidel in Garbsen ist, zu dem noch ein Textil-Vollversorgungsbetrieb und ein Miele Professional und Haushaltsfachgeschäft gehören.

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„Die älteren Mitarbeiter erwarten weniger“, so Tyschper. „Die jüngere Generation ist anspruchsvoller und gerade die Azubis brauchen viel Feedback.“ Die Jüngeren freuten sich vor allem über das Betriebs-Smartphone und über das in den Pausen frei nutzbare Mitarbeiter-Wlan, so Tyschper. Auch die Arbeitszeitregelung komme gut an: „Wir wollen familienfreundlich sein, deshalb wird zum Beispiel in unserem Betrieb samstags nicht gearbeitet“, erklärt die Geschäftsleiterin. Wenn ein Kind krank wird, übernimmt Seidel für fünf Tage die Lohnfortzahlung. Außerdem hat jeder Mitarbeiter ein Arbeitszeitkonto, auf das Überstunden eingezahlt werden die er bei Bedarf abfeiern kann. Ältere Mitarbeiter schätzen auf der anderen Seite mehr, dass sie ihre Arbeitskleidung in der Wäscherei waschen lassen können.

„Wir profitieren natürlich davon, dass wir insgesamt ein großes Unternehmen sind“, so Tyschper. So sei es gelungen, die Stadt von der Einrichtung einer zusätzlichen Bushaltestelle am Firmengelände zu überzeugen. Das kommt bei allen gut an – vor allem, weil Seidel ein Job-Ticket bezuschusst.

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