Schicke Werkstatt, moderne Arbeitsgeräte: So punkten Sie bei der Generation Z.
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Schicke Werkstatt, moderne Arbeitsgeräte: So punkten Sie bei der Generation Z.

Inhaltsverzeichnis

Mitarbeiterbindung

3 wichtige Tipps: So halten Sie die Generation Z

Flexibel, wechselwillig, schnell gelangweilt: Die Generation Z gilt im Job als besonders anspruchsvoll. Dabei sind ihre Wünsche gar nicht so kompliziert.

Auf einen Blick:

  • Laut einer aktuellen Studie ist die Bereitschaft, den Job zu wechseln, bei jungen Fachkräften besonders hoch. Arbeitgeber sollten sich deshalb auf die Bedürfnisse der Generation Z einstellen, um sie zu halten.
  • Sinn, Perspektive und Zugehörigkeit suchen die Nachwuchskräfte im Betrieb. Doch auch mit Geld können Sie als Arbeitgeber punkten.

Manche sprechen schon von den „illoyalsten Jobbern aller Zeiten“: Die Generation Z, geboren zwischen 1995 und 2010, wird immer präsenter im Arbeitsmarkt und stellt Arbeitgeber vor neue Herausforderungen. „Für die GenZ stehen Flexibilität und Agilität ganz oben auf der Agenda. Diese Generation ist nicht gekommen, um lange bei einem Arbeitgeber zu bleiben“, sagt Julian Stahl, Arbeitsmarktexperte bei der Job-Plattform Xing.

Die Auswertung zweier Studien, die Xing erstellen ließ, untermauern diese Einstellung: Wer aus dieser Generation bereits im Job ist, ließ hohe Wechselbereitschaft erkennen. Mit 48 Prozent Anteil war fast die Hälfte offen für einen neuen Arbeitgeber. 14 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gaben an, aktiv auf Stellensuche zu sein und damit mehr als doppelt so viele wie der Durchschnitt der anderen Generationen.

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Betriebe müssen sich darauf einstellen – und umdenken, sagt Vivien Schaible, Gründerin und Geschäftsführerin der Recruiting Fabrik, die mittelständische Betriebe bei der Suche nach Fachkräften unterstützt. „Um Mitarbeiter zu binden, muss man ihnen deutlich mehr bieten, als es in der Vergangenheit der Fall war.“ Sie gibt drei Tipps, um die Generation Z im Betrieb zu halten.

Tipp 1: Durch klare Kommunikation Sinn und Perspektive vermitteln

Die Generation Z suche in ihrem Job nach einem Sinn und einer Perspektive, sagt Schaible. Sie forderten daher ehrliches Feedback und klare Kommunikation, um zu wissen, wo sie stehen und welche Möglichkeiten der Betrieb ihnen bieten kann.

„Ohne diese Perspektive in Job und Ausbildung fühlt sich der Beruf für sie schnell eintönig und langweilig an“, betont Schaible. Langeweile vertreibt die Generation Z zuverlässig: In der Xing-Studie gaben 38 Prozent der Wechselwilligen Lust auf Abwechslung als Grund für Neuorientierung an.

Wie können Sie sie bei der Stange halten? Regelmäßige Weiterbildung sei ein wichtiger Punkt, sagt Vivien Schaible. „Bieten Sie Ihren jungen Mitarbeitern Etappenziele. So liefern Sie einen Ansporn, damit sie dem Unternehmen treu bleiben“, rät die Recruiting-Expertin.

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Tipp 2: Junge Nachwuchskräfte schnell ins Team integrieren

Fast jeder möchte dazugehören. Dieses Bedürfnis scheint bei der Generation Z besonders ausgeprägt zu sein: Auf die Frage, was ihnen bei der Arbeit wichtig ist, nannten in der Xing-Studie 68 Prozent einen guten Zusammenhalt im Team an.

„Junge Nachwuchskräfte möchten ein gutes Verhältnis zu ihren Kollegen pflegen, denn dadurch fühlen sie sich akzeptiert und eingegliedert“, sagt auch Vivien Schaible. „Betriebe sollten daher unbedingt Zeit und Geld in Onboardings und Teamevents investieren, um Auszubildende und junge Fachkräfte einzubinden.“

Tipp 3: Den Arbeitsplatz modern gestalten

Es klingt ein bisschen oberflächlich, aber die Generation Z hat’s gern schick. Eine in die Jahre gekommene Werkstatt und unrenovierte Büroräume schrecken sie eher ab. „Die Generation Z ist mit Tablet, Smartphone und Co. aufgewachsen“, so Schaible. Betrieben empfiehlt sie, den Arbeitsplatz so modern wie möglich auszustatten - vom Diensthandy über digitale Onboardings bis hin zur Arbeitskleidung.

Zu Modernität gehört nach Ansicht der Generation Z auch das Geld: Ein hohes Gehalt ist laut Xing-Studie den jungen Lauten wichtiger als älteren Arbeitnehmern. Ein als zu niedrig empfundenes Gehalt gaben 49 Prozent der Wechselbereiten als Grund für ihre Wechselbereitschaft an. Und 72 Prozent aller Befragten legten bei einem neuen Arbeitgeber Wert auf ein höheres Gehalt als vorher.

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