„Unser Ziel ist es, einen besseren Überblick über die Leistungen zu haben.“
Foto: privat, Montage: Gille

Aus der Praxis

Betrieb berichtet: Das bringt ein Belohnungssystem für Azubis

Bei der Hanebutt GmbH in Neustadt soll ein Belohnungssystem die Azubis zu besseren Leistungen motivieren.

Wer ausbildet, weiß: Mit Azubis ist es nicht immer einfach. Aber wie motiviert man Lehrlinge zu besseren Leistungen? Der Dachdeckerbetrieb Hanebutt GmbH aus Neustadt hat mit diesem Ziel vor gut einem Jahr ein Belohnungssystem für seine 22 Azubis eingeführt. Drei Fragen an Kristina Schwarz, zuständig für die Ausbildung.

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Wie funktioniert Ihr Belohnungssystem für Ausbildende?

Kristina Schwarz: Die Azubis sammeln Punkte: Pluspunkte für gute Leistungen in der Berufsschule und im Betrieb, für regelmäßige Pünktlichkeit oder besondere Freundlichkeit. Die Punkte können dann eingelöst werden, zum Beispiel für Essensgutscheine in der Kantine oder sogar einen freien Tag. Es gibt auch Minuspunkte für schlechte Leistungen, die durch gute Arbeit wieder gelöscht werden. Unser Ziel war es, einen besseren Überblick über die Leistungen zu haben und die Azubis zu motivieren.

Und klappt das?

Schwarz: Teils-teils. Es sind oft gerade die guten Azubis, die zum Beispiel ihre Tests vorzeigen. Aber so weiß man, dass ein Test geschrieben wurde und kann gezielt bei den anderen nachfragen. Wir haben allerdings festgestellt, dass sich die jungen Leute mit materiellen Belohnungen nur bedingt motivieren lasen. Deshalb überarbeiten wir unser System gerade.

Was funktioniert besser?

Schwarz: Wir sind noch im Lernprozess. Bei Schwierigkeiten in der Berufsschule biete ich Nachhilfe an. Die wird auch angenommen. Über ein Lob freuen sich alle. Und grundsätzlich sind gute Arbeitszeiten und ein gutes Team den jungen Leuten wichtiger als Geld: die wirksamste Motivation kommt letztlich von innen, nicht von außen. Wie wir dies positiv beeinflussen können, ist ein wichtiger Aspekt, dem wir zunehmend Aufmerksamkeit schenken.

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