Erfolgreich auf Instagram: Zeitwerk Design verfolgt im Bildernetzwerk eine klare Strategie mit professionellen Bildern. 
Foto: Zeitwerk Design, Montage: handwerk.com
Erfolgreich auf Instagram: Zeitwerk Design verfolgt im Bildernetzwerk eine klare Strategie mit professionellen Bildern. 

Holzhelden

Stark auf Instagram: 12.000 Follower sind kein Zufall

Gut durchdacht, engagiert umgesetzt: Zeitwerk Design hat es auf Instagram zu großer Reichweite gebracht. Jetzt sprudeln die Kundenanfragen.

  • Bei Instagram über 12.000 Follower: Die Schreinerei Zeitwerk Design hat sich in dem Bildernetzwerk eine Reichweite aufgebaut, die nur wenige Handwerksbetriebe erreichen. 
  • Ein Geheimnis des Unternehmens: Es setzt für seinen Kanal nur auf professionelles Bildmaterial von seinen Projekten. „Wir wollen Fotos zeigen, die in jeder Zeitschrift für Wohndesign veröffentlicht werden könnten“, sagt Unternehmerin Marina Zeitler.
  • Als eine Influencerin den gut gepflegten Kanal des Unternehmens entdeckte, kam eines zum andern. „Das hat uns einen riesigen Push gegeben“, sagt Zeitler.
  • Mit der Zeit hat der Betrieb sich auf Instagram ein Netzwerk mit Interieur-Begeisterten aufgebaut. So sorgt der Kanal kontinuierlich für neue Anfragen.

Wer auf Instagram selbst aktiv ist, der weiß: Erfolg in dem Bildernetzwerk kommt nicht von selbst. Die Strategie muss stimmen und einige Mühe und Zeit investiert werden, damit die Follower-Zahl nennenswert wächst.

Der baden-württembergischen Schreinerei Zeitwerk Design ist das gelungen, wie nur wenigen Handwerksbetrieben in Deutschland. 12.600 Follower zählt der Instagram Kanal des Innungsbetriebs aktuell. Das hat einen schönen Effekt auf die Kundenakquise: „Neue Kundenanfragen sind durch Instagram zum Selbstläufer geworden“, erklärt Marina Zeitler. Die Schreinerin und studierte Architektin leitet das Unternehmen zusammen mit Ehemann und Schreinermeister Daniel Zeitler und hat den Instagram-Kanal des Betriebs aufgebaut.

Instagram noch vor der Website

2016 gründete das Paar Zeitwerk Design als nebenberufliches Projekt. In kurzer Zeit hat sich daraus ein Unternehmen mit aktuell 14 Mitarbeitern entwickelt. Den Erfolg führt Marina Zeitler auch auf die Instagram-Präsenz des Betriebs zurück. Zeitwerk Design startete seinen Kanal dort 2017, lange bevor die eigene Website online ging.

Die Schreinerin weiß: „Instagram ist echte Arbeit.“ Sie nutzt die Plattform etwa 2,5 Stunden täglich. Nicht nur um eigene Inhalte zu veröffentlichen, sondern auch um Inspiration für den Betrieb zu finden und – ganz wichtig – zu Netzwerken. „Wir haben uns über Instagram ein Netzwerk mit Interieur-Begeisterten aufgebaut, das wir auch pflegen müssen und wollen. Wir zeigen Präsenz, bleiben in Kontakt, tauschen uns aus“, erklärt die Handwerkerin. Das sei wichtiger als die alte Instagram-Weisheit, jeden Tag einen Beitrag posten zu müssen.

Seinen Durchbruch auf der Plattform hatte das Unternehmen 2018. „Da hat uns eine Influencerin entdeckt und ein Badmöbel bei uns gekauft“, erzählt Zeitler. „Gina“ – ein weißer Waschtisch mit massiver Eiche-Abdeckplatte, benannt nach der Bauherrin – sei im Netz wie verrückt geteilt worden. „Der Waschtisch lief auf allen möglichen Plattformen und hat uns einen riesigen Push gegeben“, erzählt die Unternehmerin.

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Professionelle Bilder machen den Unterschied

Dass der lukrative Kontakt zur Influencerin zustande kam, dürfte nicht zuletzt an einem unübersehbaren Detail des Kanals liegen: der Bildsprache. „Mir war es extrem wichtig gute Bilder zu haben“, sagt Marina Zeitler. Der Betrieb vertraut hier auf das Auge eines Profis. „Wir arbeiten mit unserem Grafikdesigner und Fotografen zusammen, der auch unsere Corporate Identity mitentwickelt und unseren Stil mitgeprägt hat“, sagt Zeitler. Regelmäßig besucht sie mit dem Fotografen fertige Kundenprojekte um Bilder für den Kanal und die Unternehmenswebsite zu machen. „Unsere Kunden sind immer super happy und stolz, wenn ich mit dem Fotografen komme“, erzählt die Schreinerin.

Die Bildsprache der Fotos konzentriert sich auf die Wirkung des Möbelstücks im Raum. Den Charakter eines Möbels einzufangen und eine Emotion zu transportieren sei viel wichtiger als es möglichst komplett in ein Foto zu quetschen. Auf den Bildern der Schreiner dürfen die Möbelstücke mutig angeschnitten oder auch mal auf ein knackiges Detail reduziert werden. „Wir wollen Fotos zeigen, die den Kunden ansprechen und die in jeder Zeitschrift für Wohndesign veröffentlicht werden könnten“, fasst Marina Zeitler zusammen. 

Zukunftspläne: Möbellinien in Kleinserie

Das passt zur gestalterischen Positionierung der Schreinerei, die den Anspruch hat in ihren Möbeln Einfachheit mit Ausdrucksstärke zu verbinden. Beim Design der Inneneinrichtung orientiert sich die Architektin gerne an der Architektursprache des jeweiligen Hauses, um ein nachhaltiges Design zu schaffen, das man ein Leben lang gerne im Haus hat. „Wir wollen moderne Möbel machen, ohne jeden krassen Modetrend umzusetzen“, erzählt sie.

Im Netz kommt dieser Stil so gut an, dass der Instagram-Auftritt des Betriebs leicht den Großteil aller Kundenanfragen liefern könne. „Bei uns ist ein Punkt erreicht, wo es auf der Anfrageseite sehr gut läuft und wir ein wenig steuern können: Wollen wir mehr Waschtische verkaufen, machen wir dazu mehr Beiträge im Feed oder den Storys“, erklärt die Instagram-Verantwortliche. Bald könnten in den Posts auch Möbelstücke auftauchen, die Kunden unkompliziert in ausgewählten Läden und online kaufen können: Der Betrieb will in Zukunft eigene Möbellinien entwickeln, die als Kleinserien gefertigt werden. „Ein Stück weit haben wir das bei den Waschtischen schon, da sind aber oft noch viele Sonderanfertigungen enthalten“, berichtet Marina Zeitler.

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