Hier sind 8 Tipps, an welchen Stellschrauben Sie in Ihrem Betrieb drehen können!
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Corona

Liquidität sichern – was kann ich selbst tun?

Wird die Liquidität knapp, können Handwerksbetriebe einiges selbst tun, um die finanzielle Lage zu verbessern. 8 Tipps für Ihre Liquidität – nicht nur in der Corona-Krise.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Nicht nur staatliche Zuschüsse und Beitragsstunden helfen in der Krise, sich kurzfristig Liquidität zu verschaffen. Viele andere Maßnahmen haben Betriebe selbst in der Hand, um den finanziellen Spielraum zu vergrößern.
  • Dazu gehören zum Beispiel kürzere Zahlungsziele, ein strikteres Forderungsmanagement und ein Wechsel in der Lagerhaltung.
  • Nicht zuletzt ist anteilige Kurzarbeit eine Möglichkeit, die noch zu wenig Handwerksbetriebe nutzen.

Fehlende Liquidität ist in der Corona-Krise das größte Problem für die meisten Betriebe. Von Bund und Ländern gibt es diverse Programme und bei den Sozialversicherungen können Beitragsstundungen beantragt werden – all das hilft. Doch gibt es einige Stellschrauben, an denen Unternehmer im eigenen Betrieb drehen können, um kurzfristig ihre Liquidität zu sichern. Wie das geht, weiß Susann Ruppert, Betriebsberaterin von der Handwerkskammer Oldenburg.

#1: Mit dem Vermieter über die Gewerbemiete sprechen

Die Gewerbemiete kann bei angespannter Liquiditätslage schnell zu einer Belastung werden. Ruppert rät Unternehmern, mit ihrem Vermieter zu sprechen. „Vielleicht können Sie eine zeitlich befristete Anpassung des Mietvertrages mit einem verringerten Mietzins vereinbaren“, sagt die Betriebsberaterin.

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#2: Kurze Zahlungsziele vorgeben

Im Handwerk erbringen Betriebe viele Leistungen sofort. Hier empfiehlt Ruppert, auf lange Zahlungsziele zu verzichten: „Verlangen Sie von Ihren Kunden umgehende Bezahlung der Rechnungen.“ Bei größeren Projekten seien Anzahlungen oder Abschlagszahlungen ratsam.

Um in einigen Bereichen den Kunden die Zahlung zu erleichtern, hat die Betriebsberaterin einen Tipp: „Überlegen Sie, ob es sich für Ihre Aufträge lohnt, kurzfristig mobile Kartenlesegeräte anzuschaffen, um den Bezahlvorgang gleich nach Abnahme des Produktes oder der Leistung vorzunehmen.“ Solche Geräte ließen sich in der Regel kurzfristig – zum Teil über die Hausbank oder spezialisierte Dienstleister – beschaffen.

#3: Außenstände kritisch prüfen

„Gehen Sie Ihre Außenstände kritisch durch“, sagt Ruppert. Sie empfiehlt, mit den säumigen Kunden zu reden und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Ihr Tipp: Sein Sie nicht zu großzügig. Stellen Sie fest, dass Ihr Kunde die Rechnung nicht bezahlt, sollten Sie möglichst schnell Ihren Kunden ansprechen und mit diesem zumindest Abschlags- und Ratenzahlungen vereinbaren.

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