Das kann seit dem 1. Januar bis zu 100 Euro kosten.
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Seit 1. Januar in Kraft

Straßenverkehrsordnung 2020: 5 wichtige Änderungen!

Höhere Strafen, mehr Punkte: Zum 1. Januar 2020 hat sich einiges in der Straßenverkehrsordnung geändert. Was Handwerker jetzt wissen müssen.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Zum 1. Januar sind neue Regelungen in der Straßenverkehrsordnung in Kraft getreten.
  • Ein Hauptziel ist: Radfahrer und Fußgänger besser zu schützen.
  • Deshalb werden Park- und Halteverbote verschärft und neue Schutzzonen eingerichtet.
  • Wer gegen die Regelungen verstößt, muss mit Bußgeld bis 100 Euro und Punkten in Flensburg rechnen.

Mehr Platz für Fahrräder und höhere Strafen beim Parken in zweiter Reihe: Die jüngsten Änderungen der Straßenverkehrsordnung (StVO), die zum 1. Januar in Kraft getreten sind, sollen unter anderem den Straßenverkehr für Radfahrer sicherer machen. Wer viel mit dem Auto in Innenstädten unterwegs ist, sollte deshalb diese Änderungen kennen.

1. Höhere Geldbußen für Verstöße gegen Halte- und Parkverbote

Die neue StVO soll Radfahrer besser schützen. Deshalb gelten neue Halteverbote, Verstöße werden höher bestraft.

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Grundsätzlich gilt künftig ein Halteverbot auf Schutzstreifen für Fahrradfahrer. Bislang durfte dort bis zu drei Minuten gehalten werden. Verstöße können teuer werden: Wenn das Halten zu einem Unfall für den Radfahrer führt, kostet es den Autofahrer 100 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Beim Parken in zweiter Reihe – was grundsätzlich verboten ist – werden 80 Euro fällig, wenn dadurch ein Radfahrer gefährdet wird. Die Behinderung eines Radlers oder Fußgängers durch Parken auf dem Rad- oder Fußweg wird künftig mit 70 Euro bestraft. Das gilt zudem immer, wenn das Fahrzeug länger als eine Stunde dort parkt.

Wer also viel in Innenstädten unterwegs ist, muss aufpassen: Schnell in zweiter Reihe parken, um Material abzuladen, könnte teuer werden.

2. Freigabe der Busspur für vollbesetzten Pkw

Sie schicken dem Lieferwagen noch einen Pkw mit drei Personen zur Baustelle hinterher? Dann können die sich freuen. Die StVO sieht vor, dass Städte Busspuren für Pkw mit drei Personen oder mehr freigeben können. Allerdings muss dies durch ein entsprechendes Zusatzzeichen angezeigt werden, falls eine Stadt diese Möglichkeit anbietet. Bis dahin bleibt alles beim Alten.

3. Mindestüberholabstand für Autos

Bislang galt beim Überholen: Der Autofahrer muss einen ausreichenden seitlichen Abstand zu Fußgängern, Radfahrern und Elektrorollern einhalten. Jetzt werden konkrete Abstände festgelegt: Der seitliche Mindestüberholabstand beträgt 1,5 Meter innerorts und zwei Meter außerhalb von Ortschaften.

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