Das ist ein gutes Mittel gegen Morgenstress.
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Work-Life-Balance

6 Tipps gegen Stress am Morgen

Stress schon am Morgen – und danach bleibt es so? Das geht auf Dauer an die Substanz. Doch es gibt Wege aus der morgendlichen Stressfalle!

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Wer Stress am Morgen vermeiden und entspannter in den Tag starten will, hat das zumindest ein Stück weit selbst in der Hand.
  • Erste einfache Maßnahmen: Bereiten Sie den kommenden Arbeitstag abends vor und stehen Sie früher auf.
  • Hilfreich ist auch ein Wechsel Ihrer Einstellung: Wer unter Stress steht, sieht am Ende alles negativ. Konzentrieren Sie sich an jedem Morgen auf etwas Schönes, das Sie am Tag erwartet.
  • Und wenn alle Stricke reißen, gibt es ja noch die kleinen Tricks für den schnellen Stressabbau zwischendurch.

Ihre Erwartungshaltung an den Tag hat großen Einfluss darauf, wie Sie am Morgen die Weichen stellen. Denn auch Ihr Körper wird von morgendlichen Stresshormonen belastet, die allein schon durch Negativdenken ausgeschüttet werden. Und genau deshalb haben Sie es in der Hand, dem Morgenstress wirksam zu begegnen.

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1. Bereiten Sie sich jeden Abend auf den nächsten Arbeitstag vor

Management-Coach Wibke Schindler ist Anti-Stress-Expertin. Sie rät: “Nehmen Sie sich jeweils am Abend Zeit, den nächsten Arbeitstag vorzubereiten.“ Dazu gehöre das Planen von Terminen und das Sortieren von Unterlagen ebenso wie ein vollgetanktes, fertig bestücktes Firmenauto. „Wenn Sie dann noch Ihre Arbeitskleidung bereitlegen, beginnt der Tag entspannt.“ Sie fügt hinzu: „Auf diese Weise schlafen Sie auch besser. Und genug Schlaf ist die beste Medizin gegen einen krummen Start am Morgen.“

2. Stehen Sie 30 Minuten eher als nötig auf

Auch Gisela Hövermann ist als Führungskräfte-Coach tätig. Sie beschreibt ein weit verbreitetes Verhalten, das zu unnötigem Stress am Morgen führt: „Die meisten Menschen schlafen möglichst lange. Die Zeit bis zum Aufbruch ist so knapp wie möglich kalkuliert.“ Komme etwas Unerwartetes dazwischen, stehe der Langschläfer unter höchstem Zeitdruck. Hövermann: „Abgesehen davon, ist es angenehmer und gesünder, wenn Sie vor der Arbeit noch in Ruhe frühstücken können.“

3. Stress führt zu schlechten Gedanken – unterbrechen Sie diesen Teufelskreis

Belastung und Stress sorgen laut Hövermann oft dafür, dass wir Ereignisse als besonders schlimm bewerten. Sie warnt: „Solche Gedanken führen zur Ausschüttung weiterer Stresshormone.“ Folge: „Ihr Befinden verschlechtert sich mit jedem weiteren unangenehmen Ereignis.“ Als typische Symptome nennt sie Herzrasen, hohen Blutdruck und Atemnot.

Wenn Sie wissen, dass unter Stress besonders leicht eine „schwarze Brille“ über ihre Augen rutscht, können Sie gegensteuern. Schindler: „Lehnen Sie sich einen Augenblick zurück und fragen Sie sich, wie schlimm die Situation wirklich ist.“ Hilfreich sei zudem der Gedanke, dass der aktuelle Tag zwar belastend angefangen habe, sich jedoch zum Guten wenden könne.

Auch Hövermann empfiehlt: „Konzentrieren Sie sich am Tagesbeginn bewusst auf etwas Positives, das Sie im Lauf des Tages erwartet.“ Das könne ein angenehmer Kundentermin sein oder eine Arbeit, die Spaß mache. Denn sonst setze sich das negative Denken für den gesamten Tag und vielleicht sogar dauerhaft im Gehirn fest. „Dadurch laufen Körper und Seele dauernd im Notfallprogramm. Und das hat mittelfristig Auswirkungen auf die Gesundheit.“

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