Mehr als 40 Prozent der Handwerksbetriebe haben Geflüchtete eingestellt.
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Integration

Arbeitgeber für Flüchtlinge: Das Handwerk liegt vorn!

Mehr als 40 Prozent der Handwerksbetriebe haben in den vergangenen drei Jahren Flüchtlinge beschäftigt – doppelt so viele wie in anderen Branchen.

Handwerksunternehmen beschäftigen deutlich mehr Flüchtlinge als andere Branchen. 42,6 Prozent aller Handwerksbetriebe haben in den letzten drei Jahren Geflüchtete angestellt. Das sind doppelt so viele wie Nicht-Handwerksunternehmen (21,2 Prozent).

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Diese Zahlen stammen aus einer aktuellen Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa), das dafür insgesamt 1.259 Unternehmen zum Thema Beschäftigung von Flüchtlingen befragt hat. Gründe für das hohe Engagement der Handwerksunternehmen können laut Kofa zum einen höhere Fachkräfteengpässe sein. Zum anderen brächten viele Geflüchtete bereits Berufserfahrung aus dem Handwerk mit.

Aktuell beschäftigen laut Kofa 429.000 deutsche Unternehmen Geflüchtete; das sind vier Prozent mehr als noch im Jahr 2016. Verändert hat sich in diesem Zeitraum vor allem die Art der Beschäftigung: Während zunächst Praktika wichtig waren, haben jetzt 15,8 Prozent aller Unternehmen Geflüchtete in einem regulären Arbeitsverhältnis eingestellt (2016: 10,2 Prozent).

Befragt wurden die Betriebe auch nach ihren Erfahrungen mit den Geflüchteten. Hier fällt das Urteil im Handwerk weniger positiv aus als in anderen Branchen. 62 Prozent der Handwerksbetriebe gaben an, dass Geflüchtete schon nach kurzer Zeit in das Unternehmen integriert sind – in den anderen Unternehmen waren dies knapp 76 Prozent. Einen Grund dafür, sieht die Kofa darin, dass Handwerker wegen des Fachkräftemangels weniger wählerisch bei der Einstellung sein können.

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