Schon manche personelle Veränderung im Betrieb von Hermann Hermanns hat sich aus einem Mitarbeitergespräch ergeben.
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Schon manche personelle Veränderung im Betrieb von Hermann Hermanns hat sich aus einem Mitarbeitergespräch ergeben.

Potenziale erkennen und nutzen

Mitarbeitergespräche: Probleme aufspüren, Team stärken

Gespräche mit Mitarbeitenden sind für Hermann Hermanns eine Chance, sein Team persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Mancher Impuls für den Betrieb ist daraus schon entstanden.

Drei Fragen an Hermann Hermanns, Geschäftsführer von Elektro Evers in Papenburg

1. Was ist das Ziel der Mitarbeitergespräche in Ihrem Betrieb?

Oberstes Ziel ist, die Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden zu steigern. Wir wollen sie an den Betrieb binden, sie fördern, fordern und Karrieremöglichkeiten aufzeigen. Außerdem nutzen wir das Instrument, um mögliche Probleme im Team frühzeitig zu erkennen und zu lösen. In den Gesprächen haben sich auch oft schon neue Einsatzmöglichkeiten einzelner Personen aufgetan. Das ist eine große Chance für die Weiterentwicklung unseres Betriebs.

2. Welche Themen sind Ihnen und Ihren Mitarbeitenden dabei besonders wichtig?

Wir fragen die Mitarbeitenden, ob sie zufrieden sind und wie sie sich ihre Entwicklung im Betrieb vorstellen. Und wir sprechen immer auch die Stimmung im Team an, ob wir daran etwas im positiven Sinne verändern können. Außerdem geben wir immer auch einen Einblick in unsere Markt- und Auftragssituation – wo wir stehen, was wir vorhaben und wie wir unser Team mit einbinden wollen.

Die Mitarbeitenden schlagen oft strukturelle Veränderungen vor und geben uns wichtige Hinweise, was wir als Geschäftsführung besser machen können. Die Gespräche, die mindestens einmal pro Jahr stattfinden, nutzen wir, um zu hören, ob unsere Ideen vom Team getragen werden. Da erhalten wir wegweisende Rückmeldungen.

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Wie gehen Sie mit konstruktiver oder negativer Kritik in den Gesprächen um?

Meist ist die Rückmeldung auf die Gespräche positiv, da die Mitarbeitenden merken, dass wir ihre Meinung schätzen und gemeinsam mit ihnen Lösungen entwickeln. Es tut beiden Seiten gut, Kritik anzunehmen, darüber zu reden und sich weiterzuentwickeln. Generell ist es so, dass Jüngere im Team etwas offener sind und die Älteren eher die Distanz behalten – auch, weil sie denken, sie könnten mit ihrer Kritik jemanden persönlich verletzen. Aber deshalb sprechen wir genau diese Themen auch im Team an.

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