"Faires Handwerk" soll Handwerkern dabei helfen, für ihre Kunden Rechtssicherheit und Transparenz zu schaffen.
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Politik und Gesellschaft

Faires Handwerk: Maler- und Lackierer gründen Initiative

Mit der Initiative „Faires Handwerk“ wollen Maler- und Lackierer ein Zeichen gegen Lohn-Dumping und Schwarzarbeit setzen. Auch Kunden sollen profitieren.

Faires Handwerk – so heißt die Initiative, die die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main ins Leben gerufen hat. Damit will sie sich für sozialverträgliche und faire Arbeitsbedingungen in der Branche einsetzen. Die Initiative hat sich mehrere Ziele gesetzt. Sie will:

  • Lohndumping und Schwarzarbeit verhindern,
  • Transparenz und Rechtssicherheit für Kunden schaffen,
  • legale Arbeitsplätze erhalten und
  • fairen Wettbewerb ermöglichen.

„Skrupellose Anbieter umgehen mit der Beschäftigung von Sub-Subunternehmer-Ketten auf Baustellen geschickt die gesetzlichen Regelungen und lassen zumeist osteuropäische Arbeiter als Scheinselbstständige für Hungerlöhne arbeiten“, erklärt Felix Diemerling die Beweggründe. Der Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main ist davon überzeugt, dass diese Praktiken nicht nur eine Ausbeutung der Billigarbeiter darstellt, sondern auch auf Kosten von Verbrauchern und der Allgemeinheit gehen.

Um ihre Ziele zu erreichen, setzt Faires Handwerk auf eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung für Maler- und Lackiererbetriebe. Die Innung Rhein-Main hat dafür Standards entwickelt. Dazu gehört, dass teilnehmende Betriebe sich dazu verpflichten,

  • Kernleistungen wie Malerarbeiten, Wärmedämmung oder Putz mit eigenen, sozialversicherungspflichtig angestellten Mitarbeitern auszuführen,
  • den Mindestlohn einzuhalten,
  • die Vorgaben bei Arbeitssicherheit und Datenschutz zu erfüllen sowie
  • Fachpersonal einzustellen.

Die Einhaltung der Standards will die Innung einmal im Jahr kontrollieren. Bislang haben 25 Betriebe eine Selbstverpflichtungserklärung abgegeben. Weitere Informationen zu der Initiative finden Sie unter faireshandwerk.de.

Was denken Sie? Ist die Initiative sinnvoll oder überflüssig? Kommentieren Sie hier oder schreiben Sie an leupold@handwerk.com.

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