Bis Mitte 2022 soll der gesetzliche Mindestlohn in vier Stufen auf 10,45 Euro steigen.
Foto: linavita - stock.adobe.com

Vorschlag der Mindestlohnkommission

Mindestlohn soll bis 2022 auf 10,45 Euro steigen

Bis 2022 empfiehlt die Mindestlohnkommission die Anhebung des Mindestlohns um 1,10 Euro. Die Lohnuntergrenze soll in vier Schritten steigen.

Der gesetzliche Mindestlohn soll vom 1. Januar 2021 an bei 9,50 Euro liegen – so lautet die Empfehlung der Mindestlohnkommission. Bis Mitte 2022 hat das Gremium zudem eine stufenweise Anhebung des Mindestlohns auf 10,45 vorgeschlagen. Das sind die Vorschläge im Detail:

  • Zum 1. Juli 2021 soll die Lohnuntergrenze auf 9,60 Euro steigen.
  • Zum 1. Januar 2022 ist eine weitere Anhebung auf 9,82 Euro je Arbeitsstunde vorgesehen.
  • Und zum 1. Juli 2022 soll der Mindestlohn schließlich auf 10,45 Euro angehoben werden.

Mindestlohn: Das gilt 2020 im Handwerk

Am 1. Januar ist der gesetzliche Mindestlohn erneut gestiegen. 2020 werden aber im Handwerk auch einige Branchenmindestlöhne angehoben.
Artikel lesen >

Den gesetzlichen Mindestlohn gibt es seit 2015 in Deutschland. Damals lag er bei 8,50 Euro pro Stunde. Seither ist er mehrfach leicht angestiegen. Die letzte Erhöhung gab es Anfang 2020, seither liegt die Lohnuntergrenze bei 9,35 Euro pro Arbeitsstunde.

Über die Anpassung des Mindestlohns berät die Mindestlohnkommission alle zwei Jahre und legt eine Empfehlung vor. Diesem Gremium gehören neben dem Vorsitzenden Jan Zilius sechs stimmberechtigte ständige Vertreter an, Arbeitgeber und Arbeitnehmer stellen davon jeweils drei.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat angekündigt, dass er der Bundesregierung vorschlagen will, die von der Mindestlohnkommission empfohlene Anpassung per Rechtsverordnung verbindlich zu machen.

Neben dem gesetzlichen Mindestlohn gibt es zum Teil höhere Branchenmindestlöhne, die Betriebe bei der Vergütung ihrer Mitarbeiter beachten müssen. Das gilt zum Beispiel für das Bauhauptgewerbe, im Elektrohandwerk und im Dachdeckerhandwerk.

Tipp: Sie interessieren sich für politische Entscheidungen, die das Handwerk betreffen? Mit dem Newsletter von handwerk.com halten wir Sie auf dem Laufenden. Hier geht’s zum kostenlosen Abo.

Auch interessant:

Mindestlohn: Minijobber arbeiten zwei Stunden weniger

Wer seinen Minijobbern den gesetzlichen Mindestlohn bezahlt und die 450-Euro-Grenze ausreizt, muss zum 1. Januar die Arbeitszeit kürzen.
Artikel lesen >

Mindestlohn: Was Arbeitgeber wissen müssen

Seit 2015 gibt es mit dem gesetzlichen Mindestlohn eine absolute Lohnuntergrenze. Doch es gibt Ausnahmen und jede Menge Dinge, die Betriebe beachten müssen.
Artikel lesen >
Bis 2022 steigt der gesetzliche Mindestlohn in vier Stufen auf 10,45 Euro. Zum Jahreswechsel steigt die Lohnuntergrenze zunächst auf 9,50 Euro.
Foto: M.Dörr & M.Frommherz - stock.adobe.com

Beschluss des Bundeskabinetts

Mindestlohn steigt 2021 auf 9,50 Euro

Bis 2022 steigt der gesetzliche Mindestlohn in vier Schritten auf 10,45 Euro. Zum 1. Januar 2021 gibt es die erste Anhebung der Lohnuntergrenze.

Der gesetzliche Mindestlohn soll 2019 um 35 auf 9,19 Euro steigen.
Foto: ferkelraggae - stock.adobe.com

Vorschlag der Mindestlohnkommission

Bundesweiter Mindestlohn soll auf 9,19 Euro steigen

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt derzeit 8,84 Euro. Jetzt hat die Mindestlohnkommission einen neuen Vorschlag vorgelegt: ein Anstieg bis 2020 in zwei Stufen.

2019 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 9,19 Euro brutto pro Arbeitsstunde. 2020 wird die Lohnuntergrenze um weitere 16 Cent angehoben.
Foto: Stockfotos-MG - stock.adobe.com

Politik und Gesellschaft

2019: Der Mindestlohn steigt auf 9,19 Euro

Die Bundesregierung hat für das Jahr 2019 eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns um 35 Cent beschlossen. Auch die nächste Erhöhung steht schon fest.

Foto: Gerhard Seybert - stock.adobe.com

Politik und Gesellschaft

Diese Branchenmindestlöhne gelten 2021 im Handwerk

Zum Jahreswechsel wird nicht nur der gesetzliche Mindestlohn angehoben. Auch in einigen Gewerken steigen 2021 die Branchenmindestlöhne.

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.