Azubi Zaki Nadri lernt bei der SHK-Innung München mit einer VR-Brille und findet es cool. Eine ZDF-Reportage zeigt auch noch andere Ansätze und Ideen im Kampf gegen den Fachkräftemangel im Handwerk.
Foto: ZDF

Panorama

Mit digitaler Technik gegen den Fachkräftemangel?

Lange Wartezeiten und unbesetzte Stellen. Das sind altbekannte Probleme im Handwerk. Doch eine ZDF-Reportage zeigt auch Auswege aus der Krise auf.

Der Boden bleibt trotz Fußbodenheizung kalt und aus der Dusche steigen unangenehme Gerüche auf – bei solchen Problemen sind Handwerker gefragt. Doch auf die müssen Kunden manchmal geduldig warten. „Wir können eigentlich nur unsere Stammkunden bedienen bei einem Notfall“, sagt Meister Toni Horvat in der ZDF-Reportage Handwerker gesucht - Ein Berufsstand in der Krise.

Die junge Unternehmerin ist eine von drei Handwerksmeisteri*innen, die das ZDF in ihrer Reportagereihe 37 Grad interviewt hat.

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Doch die ZDF-Reporter zeigen nicht nur die Auswirkungen des Fachkräftemangels sondern auch, welche Wege aus der Krise führen können. Beispiel: das Fickenschers Backhaus. Der Betrieb wirbt bewusst Quereinsteiger an und setzt auf die Wiederbelebung alter Rezepte aus der Region. Altbacken ist hier aber nichts: Chef Andreas Fickenscher setzt auf den Einsatz moderner Technologien und schafft damit bessere Arbeitsbedingungen.

In der Reportage ist auch zu sehen wie zwei Handwerker eine neue Anlage in Betrieb nehmen und sie mit dem WLAN verbinden. Der Clou: Liegt bei der Heizung des Kunden eine Störung vor, wird der Betrieb darüber benachrichtigt und kann handeln. Meister Sebastian Landerer vom SHK-Betrieb Allwartung sieht im technischen Fortschritt Chancen: „Ich glaube, man kann dadurch auch viele junge Leute für den Beruf gewinnen.“

Auf neue Technologien und Digitalisierung setzt auch die SHK-Innung in München. Was dort passiert, sieht wie ein Videospiel aus: Lehrling Zaki Nadri ist mit einer VR-Brille ausgerüstet und testet eine virtuelle Anlage im Vollbetrieb. Fazit des Azubis: „Das war sehr cool, hier lernst du wirklich sehr genau.“

Sie lassen sich auch einiges einfallen, um Ihren Beruf und Ihren Betrieb für Bewerber attraktiv zu machen? Dann schildern Sie uns Ihren Fall und kommentieren Sie hier unter dem Beitrag!

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