Wer schließen muss, kann bis zu 75 Prozent seines Umsatzes erstattet bekommen - mit der Überbrückungshilfe III.
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Corona

Überbrückungshilfe III: So funktioniert die Antragstellung

Betriebe, die wegen des neuen Lockdowns aufgrund der Corona-Krise schließen müssen, sollen Überbrückungshilfe III erhalten. So stellen Sie den Antrag.

Inhaltsverzeichnis

Auf die Überbrückungshilfe II soll die Überbrückungshilfe III folgen. Sie soll nach Angaben des Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzmisiterium von Januar bis Ende Juni 2021 gelten. Ihr Ziel: Umsatzeinbußen abfedern, die Betriebe durch die erneute Schließung im November erleiden. Das teilt die Bundesregierung in ihren neuen Beschlüssen zum Teil-Lockdown mit.

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Geschlossen bleiben müssen ab dem 2. November 2020 unter anderem:

  • Kosmetiksalons und Betriebe für die Körperpflege – erlaubt bleiben medizinisch notwendige Behandlungen und Friseurbesuche. Allerdings kann es in den Bundesländern abweichende Regelungen geben. So weist die Handwerkskammer Magdeburg zum Beispiel darauf hin, dass in Sachsen-Anhalt Kosmetik-, Fußpflege und Nagelstudios geöffnet haben.
  • Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs etc. – Take-Away und Lieferung bleibt erlaubt.

Von der Schließung betroffenen Betrieben, Selbstständigen, Vereinen und Einrichtungen will der Bund eine „außerordentliche Wirtschaftshilfe“ gewähren. Sie soll für finanzielle Ausfälle entschädigen.

Bestehende Hilfsmaßnahmen für Unternehmen will der Bund verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche mit der Überbrückungshilfe III verbessern.

So beantragen Sie die Überbrückungshilfe III

Betrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern sollen bis zu 75 Prozent der Umsatzeinbußen ersetzt werden, größeren Unternehmen bis zu 70 Prozent. Die Umsätze aus November 2019 dienen als Berechnungsgrundlage.

  • Beantragen kann sie, wie auch die Überbrückungshilfe I und II, nur ein „prüfender Dritter“, wie Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt, berichtet der Versicherungskonzern Arag. Die Beantragung laufe über die Antragsplattform des Bundes und sei ausschließlich online möglich.
  • Der Online-Antrag soll erneut über eine digitale Schnittstelle an die Bewilligungsstellen der Länder weitergeleitet werden. Der Antrag werde in dem Bundesland gestellt, in dem der Betrieb ertragssteuerlich registriert ist. Die Auszahlung erfolge über die Bewilligungsstellen des jeweiligen Bundeslandes, teilt die Arag mit.

Artikel vom 30. Oktober 2020, aktualisiert am 17. November 2020.

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