Tischler Guido Bockhold hat mit dem Werbemittel Holzschild jedenfalls gute Erfahrungen gemacht.
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Marketing und Werbung

Online-Werbung erfolglos – Tischler setzt auf Holzschild

Die Fachkräftesuche über Werbeanzeigen blieb bei Tischler Guido Bockhold erfolglos. Mehr Glück hatte er mit einem selbst beschriebenen Schild aus Sperrholz.

Markenbildung, Storytelling, Suchmaschinenoptimierung – die Strategien, mit denen Handwerker ihre Zielgruppe erreichen können, werden immer ausgefeilter. Auch Tischler Guido Bockhold hat einige moderne Medien ausprobiert, um sein Fachkräfteproblem in Mecklenburg-Vorpommern zu lösen, berichtet die Gadebusch-Rehnaer Zeitung. Fünf Mitarbeiter könnte das Unternehmen gut gebrauchen. Bockhold habe bereits auf Internetportalen, in der Zeitung und über das Radio geworben. Ohne Erfolg.

Vor zwei Jahren probierte er es dann mit einer der wohl ursprünglichsten Formen der Werbeanzeige: Er nahm eine Sperrholzplatte und schrieb in gut lesbaren Druckbuchstaben „Wir suchen Tischler“ darauf und montierte es für sicheren Stand auf zwei Kanthölzer. Fertig war das Werbeschild.

Bockholds Betrieb liegt an der B208. Und da hat er das Schild auch aufgestellt. Täglich würden über 1000 Fahrzeuge an dem Schild vorbeifahren, Anwohner, Wochenendtouristen. Werbeerfolg: Zwei Festangestellte hat das Schild dem Unternehmer schon eingebracht. Zuletzt hielt eine Flüchtlingsvermittlerin aus Wismar bei ihm, die einen Arbeitsplatz für einen Eritreer suchte.

Mit seiner Low-Budget-Werbung zeigt der Tischler, dass selbst einfachste Lösungsansätze zum Erfolg führen können. Als Ergänzung zum Marketingpaket aus Online-Auftritt, Facebook-Werbung und Fahrzeugbeschriftung kann so ein Werbeschild vermutlich nicht schaden.

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