Es fehlen die Bewerber - vor allem im Baugewerbe.
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KMU-Mittelstandspanel 2018

Offene Stellen? Ja! Bewerber? Nicht in Sicht!

Der Fachkräftemangel trübt die Stimmung im Baugewerbe: 75 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen rechnen mit Problemen bei der Stellenbesetzung.

Der Fachkräftemangel wird sich kurz- und mittelfristig weiter verschärfen. Wie das KfW-Mittelstandspanel 2018 zeigt, wollen in den kommenden drei Jahren 66 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Fachkräfte einstellen. Knapp Zweidrittel von ihnen (65 Prozent) rechnen dabei allerdings mit Problemen. Besonders groß sind die Sorgen im Baugewerbe: Hier sehen 75 Prozent der Unternehmen, die neue Mitarbeiter einstellen wollen, Rekrutierungsprobleme.

Als Hauptgrund für die schwierige Fachkräfte-Suche nennen die KMU den „Bewerbermangel im Berufsbild“ (77 Prozent). Zu hohe Lohnforderungen (38 Prozent) oder fehlende Zusatzqualifikationen (35 Prozent) liegen weit dahinter. In der Baubranche ist es noch deutlicher: 90 Prozent der KMU sehen den Bewerbermangel als Grund für schwierige Stellenbesetzungen an. Zu hohe Lohnforderung, fehlenden Zusatzqualifikation oder unattraktive Arbeitsbedingungen spielen mit um die 20 Prozent eine deutlich untergeordnete Rolle.

Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, sei die Erhöhung der Erwerbsquote, empfiehlt der Mittelstandsreport. Mehr Mütter (und Väter) müssten in Vollzeit arbeiten, dazu sei ein Ausbau von Ganztagsschulen sowie die Anpassung des Steuer- und Sozialrechts erforderlich. Gleichzeitig müsse das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden.

Doch auch eine gestiegene Erwerbsquote könne den drohenden Schwund der kommenden Jahre nicht ausgleichen, konstatiert der Bericht. Denn ab 2025 gehen die Babyboomer, die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit, in Rente.

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