Was schreib ich bloß? Am Anschreiben verzweifeln viele Bewerber.
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Was schreib ich bloß? Am Anschreiben verzweifeln viele Bewerber.

Besser ohne

3 Gründe, auf ein Bewerbungsanschreiben zu verzichten

Sie verlangen von Bewerbern eine schriftliche Bewerbung mit Anschreiben? Das könnte der Grund sein, warum sich niemand bei Ihnen bewirbt.

  • Laut einer aktuellen Studie haben vor allem junge Bewerber große Schwierigkeiten mit dem Formulieren eines Bewerbungsanschreibens.
  • Statt individueller Schreiben werden Texte oft nur aus alten Bewerbungen zusammenkopiert.
  • Wer auf ein Anschreiben verzichtet, erhöht seine Chance auf Bewerbungen.

Eine schriftliche Bewerbung ist eine aufwändige Angelegenheit: Zeugnisse und Lebenslauf müssen zusammengestellt werden – und dann ist da noch das Bewerbungsanschreiben. „Auf einem Bewerbungsanschreiben zu bestehen wirkt wie ein Bremsklotz für die Mitarbeitersuche“, sagt Tobias Welzel  von Joblift, einer Plattform für Jobsuche. Sein Unternehmen hat mehr als 1.000 Teilnehmer über ihre Erwartungen an den Bewerbungsprozess befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: Es gibt gute Gründe, warum Sie künftig auf ein Anschreiben der Bewerber verzichten sollten.

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Grund 1: Bewerber haben Probleme beim Formulieren des Anschreibens

Die Joblift-Studie ergab: 37 Prozent aller Befragten fällt es schwer, ein Bewerbungsanschreiben zu erstellen. „Vor allem junge Jobsuchende haben ihre Schwierigkeiten damit – mehr als jeder Zweite von ihnen gibt dies in unserer Studie an“, so Welzel. Berufserfahrenen Arbeitnehmern gehe es kaum anders: 43 Prozent der 30- bis 39-jährigen finden das Anschreiben schwierig und auch bei den 40- bis 49-jährigen liege der Anteil mit 39 Prozent noch im überdurchschnittlichen Bereich.

Die Umfrage habe zudem ergeben, dass sich die Bewerber vor allem mit inhaltlichen Problemen herumschlagen, sagt Welzel. „Denn den allermeisten fällt es schon einmal schwer, sich selbst prägnant in Szene zu setzen. 86 Prozent der Befragten wissen zudem nicht recht, wie sie ihre Vorzüge gegenüber anderen Kandidaten herausstellen sollen.“

Weitere Hürden seien, die eigenen Gehaltsvorstellungen zu beziffern und eine Begründung dafür zu formulieren, warum man sich ausgerechnet bei diesem Arbeitgeber bewirbt.

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Grund 2: Bewerber kopieren ihr Bewerbungsanschreiben nur zusammen

„Ungefähr ein Drittel der von uns befragten Studienteilnehmer wenden weniger als eine halbe Stunde für ihr erstes Anschreiben auf“, so Welzel. „Weitere 35 Prozent investieren 30 bis 60 Minuten und ein Fünftel etwas mehr als eine Stunde.“

„Wer auf das Anschreiben verzichtet, hat die Chance auf mehr Bewerbungen“, sagt Tobias Welzel von Joblift.
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„Wer auf das Anschreiben verzichtet, hat die Chance auf mehr Bewerbungen“, sagt Tobias Welzel von Joblift.

Demnach beherrsche das „Copy-and-Paste“-Verfahren den Bewerbungsprozess. „Mehr als jeder Fünfte nutzt gar das exakt gleiche Anschreiben und tauscht nur noch die Adresse sowie die jeweilige Kontaktperson aus“, erläutert Welzel die Studienergebnisse. „Ein Viertel recycelt mehr als die Hälfte des ersten Anschreibens und weitere 14 Prozent greifen auf etwa die Hälfte des Inhalts zurück.“ So entsteht ein beliebiges Anschreiben, aus dem der Betrieb nur noch wenig herauslesen kann.

3. Ohne Anschreiben bekommen Sie mehr Bewerbungen

Sie wollen mehr Bewerbungen? Dann verzichten Sie auf das Anschreiben: „Besonders hoch in der Gunst stehen Arbeitgeber, die in ihrer Mitarbeitersuche auf das Bewerbungsanschreiben verzichten“, sagt Welzel.

Dieses Zugeständnis birgt gute Chancen auf mehr Bewerbungen. „Rund ein Drittel unserer Studienteilnehmer würden sich öfter bewerben, wenn der Verzicht auf das Bewerbungsschreiben die Regel wäre – bei jungen Befragten liegt dieser Anteil gar bei 52 Prozent.“

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