Christoph (links) und Thomas Tiesmeyer, Malermeister.
Foto: privat

Unternehmer berichten

Serie: Genial digital! So nutzen Handwerker die Digitalisierung

Was sind die beliebtesten Handwerker-Apps, welche Social-Media-Strategie hat sich im Betrieb bewährt? Das verraten Handwerker in dieser Kurzinterview-Reihe.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • In der Interview-Serie "Genial digital!" berichten Handwerker, wie sie sich digital aufgestellt haben, um für die Zukunft gerüstet zu sein.
  • Die Serie setzt auf Kurz-Interviews mit maximal fünf Fragen. Jedes Interview hat eine Lesedauer von maximal 60 Sekunden.
  • Die Selbstständigen erzählen, inwiefern sie bereits Zeit und Geld in die Digitalisierung investiert haben und welche Tools ihnen bei der täglichen Arbeit helfen.

von der handwerk.com-Redaktion

Teil 9: Apps, die echten Nutzen im Betrieb bringen

Malermeister und Betriebswirt Thomas Tiesmeyer setzt auf digitale Lösungen, die nicht nur schick daherkommen, sondern Nutzen für die tägliche Arbeit bringen. Den Betrieb Maler Tiesmeyer GmbH, der 20 Mitarbeiter beschäftigt, führt er gemeinsam mit Bruder Christoph und Vater Egon.

  • Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Ich nutze vor allem drei Apps, die die tägliche Arbeit sehr erleichtern: Simple Mind, um Ideen festzuhalten und Projekte vorzuplanen; Good Notes für handschriftliche Notizen in vorher abgelegten Formularen, und die App von Winworker für den Fernzugriff aufs Büro. Das Schwierige bei der Auswahl von Apps ist ja zu erkennen: Wo ist es nur digitaler Schick und welche App bietet tatsächlich Nutzen?
  • Was war Ihre größte digitale Herausforderung? Das war die Einführung der digitalen Zeiterfassung für unsere Mitarbeiter. Es war eine technische Herausforderung, aber wir hatten auch das Problem durchzuhalten. Kommunikation mit den Mitarbeitern war da ein sehr wichtiger Punkt. Es hat auch erst im zweiten Anlauf geklappt, aber wir würden sie jetzt nicht mehr missen wollen.
  • Wofür nutzen Sie Social Media? Wir sind auf Facebook aktiv und beleben unseren Instagram Account, um eine regionale Marke für die Kunden- und Mitarbeitergewinnung zu schaffen, vor allem durch Präsenz. Das ist unsere Möglichkeit, in der Region an jeder Ecke aufzufallen.
  • Was wollen Sie als nächstes digitalisieren? Wir sind dabei, einen internen DSGVO-konformen Chat einzurichten, über den Nachrichten ausgetauscht und Aufgaben zugewiesen werden können – auch mir.

5 Tipps: So finden Sie die Software für Ihren Betrieb

Die Anforderungen an eine Software sind hoch, das Angebot vielfältig. Bevor Betriebe investieren, sollten sie diese 5 Punkte klären.
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Teil 8: Auf der Suche nach der richtigen Software

Kälteanlagenbaumeister Bodo Ahlers ist Inhaber von Bodo Ahlers Kälte- & Klimatechnik. In seinem Betrieb im niedersächsischen Wiefelstede beschäftigt der Unternehmer neun Mitarbeiter.

  • Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Beruflich nutze ich den Danfoss-Kältmittelschieber am meisten. Damit rechne ich Druck in Temperatur um oder ermittle CO2-Äquivalente.
  • Was war Ihre größte digitale Herausforderung? Die Einführung eines mobilen Kundendienstes. Seither füllen unsere Techniker bei Kundenterminen ihre Stundenzettel digital aus und senden sie an das Büro.
  • Was wollen Sie als nächstes digitalisieren? Die Arbeitszeiterfassung soll bei uns digitalisiert werden. Allerdings habe ich dafür bislang noch keine passende Software gefunden. Eventuell lasse ich für den Betrieb daher eine Software programmieren.
  • Gönnen Sie sich Online-Auszeiten? Sonntags rufe ich in der Regel keine E-Mails ab. Im Betriebsalltag versuche ich das zumindest zwei bis drei Stunden am Tag zu schaffen. Aber das ist schwierig, weil bei uns immer mehr Kundenanfragen per Mail eingehen.

Teil 7: Mit Instagram Nähe schaffen

Jungunternehmer André Plagemann führt einen SHK-Betrieb mit 10 Mitarbeitern in Braunschweig. Aktuell baut er seine Social-Media-Präsenz aus.

  • Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Instagram und Whatsapp sind da etwa auf gleicher Höhe.
  • Was war Ihre größte digitale Herausforderung? In den letzten vier Wochen war das der Aufbau unseres Instagram-Kanals. Welche Beiträge sollen dort rein, wie nutzen wir ihn für das Marketing? Ich will damit auch ein wenig experimentieren.
  • Wofür nutzen Sie Social Media? Als Kommunikationskanal. Ich poste meine Ideen, suche Feedback und den Kontakt zu anderen. Über Instagram haben wir auch schon einen Mitarbeiter gefunden. Über das Bildernetzwerk kann ein potenzieller Mitarbeiter praktisch Praktikant im Unternehmen sein, ohne körperlich anwesend sein zu müssen.
  • Was wollen Sie als Nächstes digitalisieren? Wir digitalisieren gerade die Arbeitsberichte und Abrechnungen, um im Büro Zeit zu sparen. Auch Termine sollen zur besseren Organisation in Echtzeit aktualisiert werden können. Tablets auf den Baustellen haben wir schon länger, jetzt sollen sie unsere Arbeit noch stärker vereinfachen.
  • Gönnen Sie sich Online-Auszeiten? Das ist echt schwer, weil ich noch am Anfang stehe und sehr viel Zeit im Büro verbringe. Da macht man doch noch mal schnell einen Post zwischendurch fertig.

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