Nutzt Facebook für das Marketing. aber auch um beruflich Kontakte zu knüpfen.
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Unternehmer berichten

Serie: Genial digital! So nutzen Handwerker die Digitalisierung

Was sind die beliebtesten Handwerker-Apps, welche Social-Media-Strategie hat sich im Betrieb bewährt? Das verraten Handwerker in dieser Kurzinterview-Reihe. Teil 11: weg von der Zettelwirtschaft im Kundendienst.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • In der Interview-Serie "Genial digital!" berichten Handwerker, wie sie sich digital aufgestellt haben, um für die Zukunft gerüstet zu sein.
  • Die Serie setzt auf Kurz-Interviews mit maximal fünf Fragen. Jedes Interview hat eine Lesedauer von maximal 60 Sekunden.
  • Die Selbstständigen erzählen, inwiefern sie bereits Zeit und Geld in die Digitalisierung investiert haben und welche Tools ihnen bei der täglichen Arbeit helfen.

von der handwerk.com-Redaktion

Teil 11: Weg von der Zettelwirtschaft im Kundendienst

Bärbel Wortmann-Abeln ist Badplanerin bei der Wortmann GmbH Heizung-Sanitär. Das Unternehmen im niedersächsischen Lingen beschäftigt 20 Mitarbeiter und digitalisiert als nächstes den Kundendienst.

1. Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Beruflich sind bei mir Whatsapp und Facebook am häufigsten im Einsatz.

2. Was war Ihre größte digitale Herausforderung? Nach 20 Jahren haben wir die Firmensoftware auf ein komplett neues Programm umgestellt. Das war ein richtiger Kraftakt, weil bei uns vom Angebot über die Finanzbuchhaltung bis zur Abrechnung mit den Kunden alles über diese Software läuft. Die Mühe hat sich aber gelohnt, denn das neue Programm kann viel mehr als das alte.

3. Wofür nutzen Sie Social Media? Facebook nutze ich geschäftlich, um neue Kontakte zu knüpfen und auch zu pflegen. Außerdem setze ich beim Marketing auf das soziale Netzwerk.

4. Was wollen Sie als nächstes digitalisieren? Im Kundendienst wollen wir künftig von der Zettelwirtschaft weg. Deshalb wollen wir auch hier konsequent digitalisieren und auf eine App umstellen. Unsere Mitarbeiter statten wir deshalb in Kürze mit Tablets aus.

5. Gönnen Sie sich Online-Auszeiten? Ja, wenn ich Feierabend habe, lege ich mein Handy meist weit weg. Erreichbar bin ich aber schon überwiegend, weil wir einen 24-Stunden-Notdienst haben. Zwar nimmt ein externer Telefonanbieter die Anrufe für uns außerhalb der Geschäftszeiten entgegen und koordiniert die Einsätze, aber für Rückfragen bin ich erreichbar.

5 Tipps: So finden Sie die Software für Ihren Betrieb

Die Anforderungen an eine Software sind hoch, das Angebot vielfältig. Bevor Betriebe investieren, sollten sie diese 5 Punkte klären.
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Teil 10: Arbeit und Auszeit bestens organisiert

Matthias Schöning weiß, die zahlreichen digitalen Möglichkeiten für seinen 20 Mitarbeiter starken Betrieb optimal zu nutzen. Von diversen Smartphone-Apps bis zur BIM-Software sind in der Theo Schöning GmbH viele digitale Tools im Einsatz.

Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Ich nutze Noteshelf zum schnellen Erstellen und Teilen von Notizen oder Anmerkungen in Dokumenten und Plänen. Außerdem nutzen wir Trello für das Aufgabenmanagement im Team.

Was war Ihre größte digitale Herausforderung? Der Umstieg auf BIM. Wir haben uns früh damit beschäftigt und setzen es in verschiedenen Teilprozessen ein. Die BIM-Nutzung ist allerdings eine längerfristige Baustelle in der gesamten Branche.

Wofür nutzen Sie Social Media? Zur Außendarstellung. Wir posten vor allem auf Instagram viel direkt von den Baustellen. Uns hilft das als Arbeitgebermarke bekannter zu werden und zu bleiben.

Was wollen Sie als nächstes digitalisieren? Ich hätte gerne ein Dokumentenmanagementsystem für das Unternehmen. Das ist aber eher ein Zukunftsprojekt.

Gönnen Sie sich Online-Auszeiten? Ja, das ist kein Problem mehr, aber man muss es üben. Es gibt feste Zeiten, zu denen mein Telefon in den Ruhemodus wechselt. Mein Umfeld hat daran gewöhnt, dass ich nicht pausenlos erreichbar bin.

2019: So wird BIM am Bau eingesetzt

Building Information Modelling wird seit Jahren diskutiert. Eine Studie zeigt, wie es um die BIM-Nutzung auf dem Bau tatsächlich bestellt ist.
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Teil 9: Apps, die echten Nutzen im Betrieb bringen

Malermeister und Betriebswirt Thomas Tiesmeyer setzt auf digitale Lösungen, die nicht nur schick daherkommen, sondern Nutzen für die tägliche Arbeit bringen. Den Betrieb Maler Tiesmeyer GmbH, der 20 Mitarbeiter beschäftigt, führt er gemeinsam mit Bruder Christoph und Vater Egon.

  • Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Ich nutze vor allem drei Apps, die die tägliche Arbeit sehr erleichtern: Simple Mind, um Ideen festzuhalten und Projekte vorzuplanen; Good Notes für handschriftliche Notizen in vorher abgelegten Formularen, und die App von Winworker für den Fernzugriff aufs Büro. Das Schwierige bei der Auswahl von Apps ist ja zu erkennen: Wo ist es nur digitaler Schick und welche App bietet tatsächlich Nutzen?
  • Was war Ihre größte digitale Herausforderung? Das war die Einführung der digitalen Zeiterfassung für unsere Mitarbeiter. Es war eine technische Herausforderung, aber wir hatten auch das Problem durchzuhalten. Kommunikation mit den Mitarbeitern war da ein sehr wichtiger Punkt. Es hat auch erst im zweiten Anlauf geklappt, aber wir würden sie jetzt nicht mehr missen wollen.
  • Wofür nutzen Sie Social Media? Wir sind auf Facebook aktiv und beleben unseren Instagram Account, um eine regionale Marke für die Kunden- und Mitarbeitergewinnung zu schaffen, vor allem durch Präsenz. Das ist unsere Möglichkeit, in der Region an jeder Ecke aufzufallen.
  • Was wollen Sie als nächstes digitalisieren? Wir sind dabei, einen internen DSGVO-konformen Chat einzurichten, über den Nachrichten ausgetauscht und Aufgaben zugewiesen werden können – auch mir.

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