Seine Monteure füllen die Stundenzettel bei Kundenterminen schon digital aus, als nächstes will er die gesamte Arbeitszeiterfassung digitalisieren.
Foto: Jörg Wiebking

Unternehmer berichten

Serie: Genial digital! So nutzen Handwerker die Digitalisierung

Was sind die beliebtesten Handwerker-Apps, welche Social-Media-Strategie hat sich im Betrieb bewährt? Das verraten Handwerker in dieser Kurzinterview-Reihe.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • In der Interview-Serie "Genial digital!" berichten Handwerker, wie sie sich digital aufgestellt haben, um für die Zukunft gerüstet zu sein.
  • Die Serie setzt auf Kurz-Interviews mit maximal fünf Fragen. Jedes Interview hat eine Lesedauer von maximal 60 Sekunden.
  • Die Selbstständigen erzählen, inwiefern sie bereits Zeit und Geld in die Digitalisierung investiert haben und welche Tools ihnen bei der täglichen Arbeit helfen.

von der handwerk.com-Redaktion

Teil 8: Auf der Suche nach der richtigen Software

Kälteanlagenbaumeister Bodo Ahlers ist Inhaber von Bodo Ahlers Kälte- & Klimatechnik. In seinem Betrieb im niedersächsischen Wiefelstede beschäftigt der Unternehmer neun Mitarbeiter.

  • Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Beruflich nutze ich den Danfoss-Kältmittelschieber am meisten. Damit rechne ich Druck in Temperatur um oder ermittle CO2-Äquivalente.
  • Was war Ihre größte digitale Herausforderung? Die Einführung eines mobilen Kundendienstes. Seither füllen unsere Techniker bei Kundenterminen ihre Stundenzettel digital aus und senden sie an das Büro.
  • Was wollen Sie als nächstes digitalisieren? Die Arbeitszeiterfassung soll bei uns digitalisiert werden. Allerdings habe ich dafür bislang noch keine passende Software gefunden. Eventuell lasse ich für den Betrieb daher eine Software programmieren.
  • Gönnen Sie sich Online-Auszeiten? Sonntags rufe ich in der Regel keine E-Mails ab. Im Betriebsalltag versuche ich das zumindest zwei bis drei Stunden am Tag zu schaffen. Aber das ist schwierig, weil bei uns immer mehr Kundenanfragen per Mail eingehen.

5 Tipps: So finden Sie die Software für Ihren Betrieb

Die Anforderungen an eine Software sind hoch, das Angebot vielfältig. Bevor Betriebe investieren, sollten sie diese 5 Punkte klären.
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Teil 7: Mit Instagram Nähe schaffen

Jungunternehmer André Plagemann führt einen SHK-Betrieb mit 10 Mitarbeitern in Braunschweig. Aktuell baut er seine Social-Media-Präsenz aus.

  • Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Instagram und Whatsapp sind da etwa auf gleicher Höhe.
  • Was war Ihre größte digitale Herausforderung? In den letzten vier Wochen war das der Aufbau unseres Instagram-Kanals. Welche Beiträge sollen dort rein, wie nutzen wir ihn für das Marketing? Ich will damit auch ein wenig experimentieren.
  • Wofür nutzen Sie Social Media? Als Kommunikationskanal. Ich poste meine Ideen, suche Feedback und den Kontakt zu anderen. Über Instagram haben wir auch schon einen Mitarbeiter gefunden. Über das Bildernetzwerk kann ein potenzieller Mitarbeiter praktisch Praktikant im Unternehmen sein, ohne körperlich anwesend sein zu müssen.
  • Was wollen Sie als Nächstes digitalisieren? Wir digitalisieren gerade die Arbeitsberichte und Abrechnungen, um im Büro Zeit zu sparen. Auch Termine sollen zur besseren Organisation in Echtzeit aktualisiert werden können. Tablets auf den Baustellen haben wir schon länger, jetzt sollen sie unsere Arbeit noch stärker vereinfachen.
  • Gönnen Sie sich Online-Auszeiten? Das ist echt schwer, weil ich noch am Anfang stehe und sehr viel Zeit im Büro verbringe. Da macht man doch noch mal schnell einen Post zwischendurch fertig.

Teil 6: Ein Dokumenten-Managementsystem soll Papier sparen

Jörg Littwin, Geschäftsführer der Littwin Systemtechnik GmbH und Co. KG, ein Unternehmen, das sich auf Kabelüberwachung und Fernmeldetechnik spezialisiert hat.

  • Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Jira zur Projektsteuerung von Aufträgen, Entwicklungen, Produktion und internen Aufgaben – Trello, um „kleinere“ Aufgaben/Erinnerungen zu erfassen und zu planen. Parallel dazu die üblichen, wie Kalender und Mail.
  • Was war Ihre größte digitale Herausforderung? Schwierig zu sagen, was die größte Herausforderung war. Aber aktuell auf jeden Fall die Umstellung auf All IP inklusive der Einführung einer neuen Telefonanlage und deren Integration in die IT. Vorher waren Telefonanlage und IT getrennt. Jetzt kam der Sicherheitsaspekt dazu und alles greift ineinander. Der Minuspunkt: Fällt jetzt die IT aus, funktioniert auch die Telefonanlage nicht.
  • Wofür nutzen Sie Social Media? Facebook, Instagram etc. nutzen wir nicht, Xing und Linkedin für geschäftliche Kontakte, nicht aber für Werbung oder Akquise
  • Was wollen Sie als Nächstes digitalisieren? Wir wollen ein Dokumenten-Managementsystem einführen. Mir ist das alles zu viel Papier hier. Es geht also um das Scannen und Digitalisieren von Dokumenten. Die müssen dann so mit Schlagwörtern versehen werden, dass sie schnell wiederauffindbar sind. Das System muss eine Rechnung als Rechnung und einen Lieferschein als Lieferschein erkennen. Wir wollen also große Schritte in Richtung papierloses Büro gehen.
  • Gönnen Sie sich Online-Auszeiten? Ja, aber es gibt keine regelmäßigen oder festen Zeiten dafür. Da ich es aber wichtig finde, bin ich auch ab und zu nicht erreichbar. Und das ist für mich dann ein Stückchen Luxus.

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